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Rotwildtag: Stärkster Hirsch wurde in Melsungen erlegt

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Von: Helmut Wenderoth

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Thomas Nill (rechts) wurde als Nachfolger von Hilmar Dobslaw einstimmig gewählt, der nach 30 Jahren im Vorstand nicht mehr zur Wahl antrat.
Die Hegegemeinschaft hat einen neuen Vorsitzenden: Thomas Nill (rechts) wurde als Nachfolger von Hilmar Dobslaw einstimmig gewählt, der nach 30 Jahren im Vorstand nicht mehr zur Wahl antrat. © Helmut Wenderoth

Die Hegegemeinschaft der Rotwildjäger hat in Melsungen einen neuen Vorsitzenden gewählt: Thomas Nill folgt auf Hilmar Dobslaw. Der größte Jagderfolg gelang ebenfalls in Melsungen.

Melsungen – Die Hegegemeinschaft der Rotwildjäger im Riedforst hat beim Rotwildtag in der Melsunger Stadthalle einen neuen Vorsitzenden gewählt. Thomas Nill folgt auf Hilmar Dobslaw, der nach über 30 Jahren im Vorstand, davon 25 Jahre als Vorsitzender, nicht mehr zur Wahl angetreten war. Seinen Nachfolger wählten die Jäger einstimmig.

Die Hegegemeinschaft umfasst Teile der Kreise Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Landkreis Kassel und Werra-Meissner. Sie hat insgesamt 290 Mitglieder in 110 Revieren. Diese verteilen sich auf eine Fläche von über 50.000 Hektar.

Wie die genetische Vielfalt der Tiere im Wald erhalten bleiben kann, darüber informierte Prof. Dr. Dr. Gerald Reiner von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er ging in seinem Vortrag auf die Genetik des hessischen Rotwildes und den Erhalt wichtiger Wanderkorridore ein. Wildbrücken, wie sie beim Bau neuer Autobahnen angelegt werden, seien dabei ein ganz wichtiger Punkte, um die Korridore und damit auch die genetische Vielfalt des Rotwildes zu erhalten.

In seinem Jahresbericht ging der scheidende Vorsitzende Hilmar Dobslaw besonders auf die Problematik der Abschussziele ein. Seit der Gründung im Jahr 1974 arbeite die Hegegemeinschaft zum Wohl von Wild und Wald. Die Jäger betonten, dass die Jagd für den Ausgleich in der Natur dringend notwendig sei.

Den Abschluss fand der Rotwildtag mit der Hegeschau. Der Sachkundige für die Bewertungskommission, Jürgen Goldmann, ging auf die Qualität der insgesamt 46 ausgestellten Trophäen ein. Der stärkste Hirsch wurde im Revier Melsungen erlegt. Er weist eine Punktzahl von 219,5 Punkten auf, was ein Spitzenergebnis ist.

Insgesamt erreichten sieben der erlegten Hirsche, deren Trophäen ausgestellt waren, eine Punktzahl von über 200. Der Großteil der erlegten Tiere weist ein Alter zwischen acht und neun Jahren auf. Allerdings werden die vorgegebenen Abschussquoten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erreicht, hieß es am Samstag.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Katrin Holler (Guxhagen), Hans Kruhm (Melsungen), Jens Mathis (Lohfelden), Klaus Snethlage (Spangenberg) und Volker Wolfram (Guxhagen).

Musikalisch wurde der Tag von den Jagdhornbläsern untermalt. (Helmut Wenderoth)

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