Alfons Schuhbeck entwickelt Gewürzmischungen für B. Braun

Schmeckt nicht, gibt´s nicht - schmackhafte Fertignahrung für kranke Menschen

  von links Professor Marc Martignoni, Viszeralchirurg und Ernährungsmediziner, vom Universitätsklinikum Rechts der Isar, München, Starkoch Alfons Schuhbeck und Michael Adolph, Ernährungsmediziner und Leiter der Stabstelle Ernährungsmanagement, Universitätsklinikum Tübingen.
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Es soll schmecken: von links Professor Marc Martignoni, Viszeralchirurg und Ernährungsmediziner, vom Universitätsklinikum Rechts der Isar, München, Starkoch Alfons Schuhbeck und Michael Adolph, Ernährungsmediziner und Leiter der Stabstelle Ernährungsmanagement, Universitätsklinikum Tübingen.

„Das Leben muss Spaß machen“, sagt Alfons Schuhbeck. Und Spaß bedeutet für ihn als Starkoch auch kulinarischer Genuss. Dewegen entwickelte der bekannte Koch mit B. Braun jetzt Fertignahrung für kranke Menschen.

Morschen – Doch was ist, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr essen kann? Wenn es nicht möglich ist, feste Nahrung zu sich zu nehmen? Dafür hat der Melsunger Pharmakonzern B. Braun eine Lösung. Mit Flüssignahrung ist es für Patienten möglich, genug Nährstoffe, Kalorien und Proteine aufzunehmen. Das Problem? Es schmeckte den Patienten nicht. Also hat sich der Konzern gemeinsam mit Ärzten, die sich mit Ernährungsmedizin beschäftigen, und Starkoch Alfons Schuhbeck zusammen getan und Lösungen entwickelt, die auch Flüssignahrung schmackhaft machen können. Diese wurden im Hotel Kloster Haydau jetzt präsentiert.

Jetzt schmeckt der Drink nicht mehr nach Schoko, Banane oder Erdbeere, sondern nach Crème brulée, Käsespätzle, Gulasch oder Tomatensuppe. Schuhbeck sagt, man sei bei Kochkursen, die er gemeinsam mit Professor Marc Martignoni, Viszeralchirurg und Ernährungsmediziner, vom Universitätsklinikum Rechts der Isar in München und Dr. Michael Adolph, Ernährungsmediziner und Leiter der Stabstelle Ernährungsmanagement des Universitätsklinikum Tübingen, entwickelt hat, darauf gekommen.

Für Menschen mit Krebs- und Darmerkrankungen gebe es diese Kochkurse seit zehn Jahren in München. „Und dann haben wir mal so eine Trinknahrung probiert und gedacht – pfui Teufel. Das können wir besser“, sagt Schuhbeck. Oft hätten die Menschen keine Kraft oder Lust zu kochen, seien aber darauf angewiesen, ausreichend Kalorien zu sich zunehmen. „Aber das soll ja auch schmecken“; sagt Schuhbeck. Deshalb hat er gemeinsam mit der Firma Fuchs Würzmischungen entwickelt, die die flüssige Nahrung wie einen Teller Gulasch, Käsespätzle oder Joghurt mit Waldfrüchten schmecken lassen.

„So sollen die Patienten auch wieder daran geführt werden, dass essen und kochen Spaß macht.“ Deshalb habe man als Geschmacksrichtungen für die Flüssignahrung Dinge ausgesucht, die die Patienten kennen und die ihnen vertraut sind.

„Wenn man den Geschmack von Erdbeerkuchen mal wieder schmeckt, hat man vielleicht auch Lust mal wieder einen zu backen“, sagt Schuhbeck. (Barbara Kamisli)

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