Spaziergänger sollen Tier in Ruhe lassen

Schwan an Melsunger Freundschaftsinsel in Nöten

Spaziergänger haben einen Schwan in einem Nebenarm der Fulda beobachtet, der anscheinend hilflos ist. Schon am Montag ist er ihnen an der gleichen Stelle in der Nähe der Freundschaftsinsel aufgefallen. Sie vermuteten, dass er nicht in der Lage ist, die Stelle selbstständig zu verlassen.

Feuerwehrmann Kevin Fuchs nähert sich dem Schwan, um ihn näher in Augenschein zu nehmen.

Melsungen - Am Mittwochmittag riefen sie die Polizei an. Zwei Beamte der Polizeistation Melsungen fuhren an die angegebene Stelle. Zur Tierrettung wurden dann die Feuerwehr Melsungen alarmiert. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter der Leitung von Jan Hilgenberg. Polizei und Feuerwehr beratschlagten vor Ort, ob und wie man dem Tier helfen kann.

Kevin Fuchs, ein Mitglied der Melsunger Einsatzabteilung, stieg, ausgerüstet mit einer Wathose, in das Gewässer und ging auf den Schwan zu. Doch das passte dem Tier nicht. Mit lautem Fauchen und schwimmend und laufend, entfernte er sich. Flugversuche scheiterten aber, da er offensichtlich am Flügel verletzt ist.

Gemeinsam beschlossen die Beamten und die Einsatzleitung der Feuerwehr, das Tier im Wasser zu belassen. Versuche ihn herauszuholen, hätten dem Jungschwan vermutlich noch mehr Scherzen und weitere Verletzungen zugefügt. Die Polizei will jetzt mit dem Tierheim in Beuern und einer Auffangstation für Schwäne das weitere Vorgehen abklären.

Weitere Anrufe bei Polizei und Feuerwehr zu dem Schwan sind nicht nötig, da der Vorgang bekannt ist. Bis zur enggültigen Klärung sollten Spaziergänger das Tier in Ruhe lassen. Der Schwan hat Wasser und auch Nahrung ist in dem Nebenarm der Fulda genügend vorhanden. Er kann auch mit der Verletzung einige Tage überleben.

Von Helmut Wenderoth

Rubriklistenbild: © Helmut Wenderoth

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