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Schweres Gelände für die Feuerwehr: Wald bei Melsungen steht in Flammen

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Von: Helmut Wenderoth, William-Samir Abu El-Qumssan

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Zwischen Kirchhof und Melsungen bricht in einem Waldgebiet ein Feuer aus.
Zwischen Kirchhof und Melsungen bricht in einem Waldgebiet ein Feuer aus. © Helmut Wenderoth

In einem sehr steilen Waldgelände zwischen Kirchhof und Melsungen bricht ein Feuer aus. Die Polizei ermittelt.

Melsungen/Kirchhof – Glimpflich ist ein Waldbrand ausgegangen, der am Dienstagmittag im unwegsamen und sehr steilen Waldgelände zwischen Kirchhof und Melsungen ausgebrochen ist.

Gebrannt hat es laut Feuerwehr auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern. Der Brand war gegen 12.20 Uhr gemeldet worden. Auf einer Windbruchfläche oberhalb von Kirchhof war der Brand aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen. Während ein Tanklöschfahrzeug bis etwa 50 Meter vor der Brandstelle fahren konnte, war für die anderen Fahrzeuge auf dem von sehr tiefen Fahrrinnen überzogenen Weg kein Durchkommen.

Kirchhof: 37 Feuerwehrleute bei Waldbrand im Einsatz

Mehrere Baumstümpfe und kleine Bäume, Büsche und viel Totholz brannten lichterloh. Nach etwa 45 Minuten war der Brand soweit gelöscht, dass keine Gefahr der Ausbreitung mehr bestand. Der teilweise sehr dichte Rauch und die enorme Hitze erschwerten den insgesamt 37 Feuerwehrleuten die Arbeit. Einsatzkräfte aus Kirchhof, der Melsunger Kernstadt und aus Kehrenbach und Günsterode arbeiteten unter der Leitung von Wehrführer Oliver Hupfeld (Kirchhof).

Wie der Einsatzleiter sagte, gab es zwei Gründe, warum der Brand dennoch schnell genug unter Kontrolle gebracht werden konnte: Erstens hatten Einwohner des Melsunger Stadtteils die Rauchentwicklung im Wald des Reviers Kroneneiche frühzeitig entdeckt.

Zweitens waren laut dem Einsatzleiter schnell genug genügend Einsatzkräfte der Feuerwehren vor Ort, die Fahrzeuge mit Löschwasser dabei hatten. So konnten die Flammen, die auf weitere Waldflächen überzugreifen drohten, eingedämmt werden.

Waldbrandgefahr: Melsunger Forstamtsleiterin gibt Tipps

Hilfreich für die Feuerwehren war außerdem, dass der ortsansässige Baggerunternehmer Nico Pollmer mit seinem Radlader die Fahrrinnen auf dem Weg etwas einebnete, damit die Fahrzeuge wieder unbeschädigt zurückfahren konnten. Die Polizei, die ebenso wie Mitarbeiter des Forstamtes Melsungen, an der Einsatzstelle war, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Forstamtsleiterin Petra Westphal sagt, dass besonders in dieser Jahreszeit Feuer in den Wäldern nichts zu suchen hat. „Nicht Rauchen und kein offenes Feuer machen“, sagt Westphal. Auch bei Grillhütten solle sich vorher informiert werden, ob wirklich ein Feuer gemacht werden dürfe.

Darüber hinaus sollen Waldbesucher, die mit dem Auto auf den Wanderparkplätzen halten, nicht auf trockenen Gräser stehen bleiben. „Der heiße Unterboden des Fahrzeugs kann das Gras leicht entzünden“, sagt die Forstamtsleiterin. Außerdem seien auch aus dem Auto geschnipste Zigarettenstummel immer wieder ein Brandauslöser.

Westphal appelliert daran, dass jeder kleine Verdacht auf einen Waldbrand sofort der Feuerwehr gemeldet werden solle. (Helmut Wenderoth/William abu El-Qumssan)

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