Sie rocken online

Benefizkonzert für Brot für die Welt der evangelischen Jugend

Nikorock in diesem Jahr online zu sehen: von links Dominik Niekler, Nick Wagner, Anette Schindehütte-Lange und Tobias Schopf.
+
Nikorock in diesem Jahr online zu sehen: von links Dominik Niekler, Nick Wagner, Anette Schindehütte-Lange und Tobias Schopf.

Zum Nikolaustag verwandelt sich das Melsunger Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum jedes Jahr in einen Konzertsaal. Doch in diesem Jahr muss das Benefizkonzert – Nikrock – wegen der Coronpandemie ausfallen. Trotzdem müssen die Fans nicht auf auf die Rockmusik verzichten.

Melsungen – Die Veranstalter, die evangelische Jugend, hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. Mit einem Video kommt das Konzert direkt zu den Zuschauern nach Hause. Am 4. Dezember ab 20 Uhr wird das Video auf dem YouTube Kanal von Nikorock zu sehen sein. Bereits im Sommer war dem Team klar, dass das Konzert, bei dem alle Einnahmen an Brot für die Welt gespendet werden, nicht wie sonst stattfinden kann. „Eigentlich hatten wir geplant, dass das Konzert draußen, in einem kleinen Kreis stattfindet. Unsere Ehrenamtlichen wollten wir zum Konzert einladen.

Für alle anderen Zuschauer wollten wir das Konzert live auf YouTube übertragen“, sagt Tobias Schopf, Jugendreferent der evangelischen Gemeinde Melsungen-Stadt. Doch nach der neuen Coronavorgaben musste das Team diese Idee wieder verwerfen. „Das Nikorock ist bei uns seit 2001 eine Tradition, die wir unbedingt aufrecht erhalten wollen“, sagt Schopf. „Uns war wichtig, dass wir die Veranstaltung nicht komplett absagen müssen.“ Das Team musste einen anderen Weg finden. So findet das Konzert in diesem Jahr ausschließlich online statt.

Acht Bands sind diesmal beteiligt. Viele davon kommen aus der Region. Im Vorfeld haben die beteiligten Bands ein Video von aufgenommen. „Einige Bands haben extra für Nikorock ein kleines Video für uns gedreht“, sagt Schopf. „Auch Videos von Auftritten sind dabei. Da haben sich die Bands wirklich ins Zeug gelegt.“

Neben der Musik wird es auch eine Video-Andacht von Jugendreferent Hans-Günther Späth geben. Diese wurde bereits aufgenommen. Auch eine kleine Moderation wird es geben. „Darin wollen wir noch einmal auf die Spendenaktion Brot für die Welt hinweisen“, sagt Schopf. Das Weihnachtslied, das beim Nikorock nicht fehlen darf, wurde bereits aufgenommen. „Wir haben mit unserem Team das Lied, Stern über Bethlehem, gesungen. Alle Zuschauer sind zum mit singen eingeladen“, sagt Schopf.

Zwar findet das Konzert nur im Netz statt, trotzdem soll es so interaktiv wie möglich gestaltet werden. So müssen die Zuschauer auch nicht auf die Tombola verzichten. „Die Tombola ist in diesem Jahr kostenlos“, sagt Anette Schindehütte-Lange, Jugendreferentin der Kirchengemeinde Felsberg. „Wir haben ein Tombola-Telefon eingerichtet, dass vom 4. bis zum 10. Dezember geöffnet hat. Am 11. Dezember werden wir dann auslosen“, sagt Schindehütte-Lange. Auch die Auslosung wird im Videoformat stattfinden. Ab 20 Uhr gibt es das Video auf dem YouTube-Kanal von Nikorock zu sehen. „Leider können wir in diesem Jahr keine Tickets für Festivals in der Umgebung verlosen. Auch mit Gutscheinen für Restaurants wird es schwierig“, bedauert Schopf. Aber die Teilnehmer können sich trotzdem über tolle Gewinne freuen. „Wir haben schon einige Gutscheine von Betrieben aus der Region in unserem Lostopf. In den nächsten Tagen kommen noch einige dazu – darunter auch der Hauptgewinn, einen Bausatz der Firma Harley Benton für eine E-Gitarre“, sagt Tobias Schopf.

Das Video gibt es auf dem Youtube-Kanal Nikorock der Evangelischen Jugend zu sehen , youtube.com/watch?v=gRncTDeY9ak, weitere Infos auf der Facebookseite Nikorock 2020.

Folgende Bands sind am 4. Dezember beim Nikorock dabei

Margo: Die Kasseler Band Margo erzählt in ihren Songs Geschichten und sie transportieren viel Gefühl. Die dreiköpfige Band macht seit 2016 zusammen deutschsprachigen Indie-Pop.

Better Treatment: Die Karriere von Better Treatment begann 2014 in einem kleinen Probenraum in Bad Arolsen. Seit dem kann die Band, die alternativen Rock spielt, auf viele Bühnenauftritte zurückblicken.

Solace: Seit 2013 macht die fünfköpfige Metal-Band aus Kassel zusammen Musik. Kennzeichnend für Solace ist nach eigener Aussage der melodische Musikstil mit einprägsamen und markanten Stücken. Dabei bedient sich die Band aus verschiedenen Genres, wie Death-Metal, Metalcore und Thrash-Metal.

Anchester: Die Kassler Band Anchester spielt einen Mix aus den Genres Funk, Rock und HipHop, mit Einflüssen aus Oldschool. Im Februar 2018 veröffentlichte die Band ihre Debut-CD. Viele Songs sind bereits auf den gängigen Streaming-Plattformen zu hören. Im Rahmen von Nikorock präsentiert Anchester zwei Livevideos und den einzigen Liveauftritt aus diesem Jahr.

Crimson Castle: Bereits 2018 war die Band Teil von Nikorock. Die vierköpfige Band spielt eigene Songs aus dem alternativen Rock mit Einflüssen aus Funk und Soul.

.Wrecking Ball: Die Cover-Band aus Fuldabrück und Umgebung spielt alles, was das Rock-Genre zu bieten hat, Classic-Rock, Punk und Hardcore. Sänger der Band ist Dominik Niekler, Jugendreferent der Kirchengemeinde Fuldabrück und Teil des Teams von Nikrock. Bereits 2019 spielte Wrecking-Ball auf dem Nikorock.

Loosely: Laute Rockmusik spielt die Band Lossely aus Gudensberg. Neben eigenen Songs spielt die Band auch alte Sachen von Hendrix, The Who , Neil Young und weiteren Interpreten.

Hey Miracle: Die Rockband aus Detmold ist in der nordrhein-westfälischen Musikszene keine Unbekannte. Seit 2011 macht sie Musik und hat bereits mehrere Singles veröffentlicht. Das erste Album der Band ist in Planung. Anfang des Jahres veröffentlichte die Band das Musikvideo zu ihrem Song Speak up. (Eva Krämer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.