Facebook-Aufruf für Pokémon Go

Sparkasse lockte Monsterjäger nach Melsungen

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Auf Monsterjagd: Erick Schnaudt (18, von links), Sarah Schnaudt, Eileen Lorch und Madeleine Kördel (alle 14, Melsungen) trafen sich zum Pokémonspielen vor der Kreissparkasse.

Melsungen. Vor der Kreissparkasse in Melsungen wimmelte es jetzt nur so vor kleinen Monstern. Über 100 Spieler trafen sich, um seltene Pokémon zu fangen.

Die Pokémonjäger waren einem Facebook-Aufruf der Sparkasse gefolgt und spielten das begehrte Handyspiel Pokémon Go vor der Filiale. Die Bank hatte damit geworben, dass dort besonders viele der Monster gefangen werden könnten. Und das stimmte: „Ich habe jetzt bestimmt über 30 Stück gefangen“, erzählte die 14-jährige Madeleine Kördel aus Melsungen, nachdem sie eine Stunde lang vor der Filiale auf ihrem Handy gespielt hatte.

Das Handyspiel begeistert derzeit Millionen Nutzer auf der ganzen Welt. Mithilfe des Handys findet der Spieler kleine virtuelle Monster – um sie aufzuspüren und zu fangen, müssen die Spieler durch die Gegend laufen. Ist ein Pokémon in der Nähe wird es auf dem Bildschirm des Smartpones angezeigt.

Rund um die Kreissparkasse in Melsungen befinden sich drei „PokéStops“. Das sind Orte, an denen die Spieler nützliche Dinge für den Spielverlauf einsammeln können. „Den günstigen Standort haben wir für unsere Pokémon-Aktion genutzt“, sagt Valentin Winter von der Kreissparkasse Schwalm-Eder. Denn die PokéStops kann man im Spiel mit Lockmitteln ausstatten, die wiederum seltene Monster anziehen. Die Lockmodule gibt es im Spiel zu kaufen. „Über Facebook haben wir dann den Zeitraum bekannt gegeben, wann wir die Lockmodule aktivieren und wann die seltenen Pokémon dann gefangen werden können“.

Die Resonanz war enorm. Über 100 Spieler versammelten sich vor der Kreissparkasse mit ihren Smartphones. „Jugendliche kommen sonst nicht so oft zu unseren Filialen. So konnten wir zeigen, dass wir modern sind“, sagt Winter.

Zwei Stunden unterwegs 

Auch Erick Schnaudt (18) und seine Schwester Sarah (14) waren vor der Filiale auf Pokémon-Jagd. „Ich bin zwei- bis dreimal die Woche immer so zwei Stunden lang unterwegs“, erzählt der 18-Jährige. Seitdem es das Spiel gibt, gehe er sogar gerne mit dem Hund raus. „Dabei kann man dann einfach ein paar Pokémon fangen.“ Eine solche Aktion könnte es vor der Melsunger Kreissparkasse bald wieder geben, verrät Winter. „Wir wissen allerdings noch nicht, wann genau.“

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