Fahrzeug hatte gefährliche Ladung an Bord

Gefahr durch Acetylengas: A7 war voll gesperrt, 16 Kilometer Stau

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Unfall mit Folgen: Dieses Fahrzeug hatte Acetylengas geladen, das sehr schnell brennt oder explodiert. 

Guxhagen. Ein folgenschwerer Unfall hat sich auf der A7 ereignet. Wegen eines Reifenplatzers überschlug sich ein Kleinlaster - und der hatte eine gefährliche Fracht an Bord. 

Zuletzt aktualisiert um 10.40 Uhr. Am Freitag gegen 19 Uhr platzte bei einem Transporter der linke hintere Reifen. Das Fahrzeug war zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Guxhagen in Richtung Norden auf der A7 unterwegs war. 

Der Fahrer verlor wegen des Reifenplatzers die Kontrolle über den Kleintransporter, der ins Schleudern geriet. Das Fahrzeug überschlug sich anschließend und blieb im Graben liegen. Der 34-jährige Fahrer erlitt dabei schwere Verletzungen. Sein 32-jähriger Beifahrer wurde ebenfalls verletzt. Beide stammen aus Bielefeld.

In dem Fahrzeug einer Monteurfirma wurden Gas- und Acetylenflaschen transportiert. Vier der Flaschen wurden auf die Fahrbahn geschleudert. Da eine Flasche mit Acetylengas auf die Autobahn gestürzt war, wurde die Autobahn in beiden Richtungen wegen der Explosionsgefahr etwa eine Dreiviertelstunde lang voll gesperrt. Acetylengas neigt nach einem heftigen Aufprall zur Zersetzung und anschließend zur Explosion. Die Flasche hatte sich bereits enorm erhitzt und musste von den Feuerwehrleuten aus sicherer Entfernung mit Wasser gekühlt werden. 

Nachdem Messungen keine Explosionsgefahr mehr zeigten, konnte die Fahrbahn Richtung Süden wieder frei gegeben werden. Doch erst nachdem um 22.15 Uhr die Flaschen abtransportiert worden waren, konnte auch die Fahrbahn in nördlicher Richtung wieder freigegeben werden. Die Freiwillige Feuerwehr Melsungen war mit insgesamt 15 Einsatzkräften, unter der Leitung von Jan Hilgenberg, an der Unfallstelle.

Die Polizei schätzt den Schaden auf 20.000 Euro. Der Verkehr staute sich auf mehr als 16 Kilometern.

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