Straßenmeistereien im Schwalm-Eder-Kreis zuständig für 1400 Kilometer

Schwalm-Eder. Dauerfrost und Schnee: In den kommenden Tagen ist auch im Straßenverkehr mit dem Wintereinbruch zu rechnen. Für die vier Straßenmeistereien im Landkreis beginnt jetzt die harte Arbeit.

Etwa 90 Mitarbeiter räumen im Schichtdienst die fast 1400 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Hinzu kommen die vielen innerörtlichen Straßen.

Schwere witterungsbedingte Unfälle sind bisher ausgeblieben. „Der beste Winterdienst kann keine sommerlichen Straßenverhältnisse schaffen“, sagt Horst Sinemus von Hessen Mobil. Autofahrer sollten in den kommenden Wochen vorsichtig fahren. Geräumt und gestreut werde im Landkreis von etwa 2.30 Uhr Uhr bis in den frühen Abend hinein und bei besonderen Wetterlagen. Der Gesetzgeber fordert einen Räumdienst von 6 bis 22 Uhr. „Wir starten deutlich früher“, sagt Sinemus. Damit werde gewährleistet, dass bereits gegen 5 Uhr einmal alle Straßen geräumt und gestreut seien. Etwa drei Stunden dauere ein Umlauf der Fahrzeuge.

Die Autobahnen 7 und 49 werden rund um die Uhr schnee- und eisfrei gehalten. Die Autobahn- und Straßenmeisterei Gudensberg betreut die A 49, die Meisterei Baunatal die A 7 bis Homberg. Dies bedeute, dass trotz Schneefall mehrere Stunden vergehen können, bis eine Straße erneut geräumt werde.

Geräumt wird nach der Verkehrsbedeutung und Gefahrenschwerpunkten in der Reihenfolge Bundesstraßen und dann Landes- und Kreisstraßen. „Wenn möglich, wird auch in Ortslagen geräumt, wenn die Fahrzeuge ausrücken“, sagt Sinemus.

Engpässe beim Streugut sind nicht zu erwarten: Wegen der milden Winter sei ausreichend Salz verfügbar. Im Landkreis gibt es 110 Lager, in denen mehr als 100 000 Tonnen Salz gelagert werden. Die Vorräte würden den Winter über regelmäßig aufgefüllt, sagt Horst Sinemus.

Zahlen und Daten

1384 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen räumen die vier Winterdienste in Melsungen, Borken, Gudensberg und Schwalmstadt. Schwalmstadt ist für 350 Kilometer zuständig, Melsungen für 378 und Borken und Gudensberg für 656 Kilometer. Die Winterdienste streuen mit Feuchtsalz. Das ist ein Gemisch aus Salzlösung und Salz, der in den Fahrzeugen vermischt wird. Bis zu sechs Tonnen Salz können in jedes Fahrzeug geladen werden. 40 Gramm Salz werden auf jeden Quadratmeter etwa aufgebracht. Bis zu einer Höhe von 30 Zentimeter können die Pflüge den Schnee beiseite schieben. Bei Verwehungen werden Schneeschleudern eingesetzt.

Rubriklistenbild: © dpa

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