Kosten bei 2,5 Millionen Euro

Südbahnhof in Melsungen: Stadt und Nordhessischer Verkehrsverbund müssen sich einigen

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Dort soll er hin: Der Melsunger Südbahnhof könnte an der Nürnberger Straße am Raiffeisengelände entstehen. Schon jetzt halten dort die Regiotrams, bevor sie zurück nach Kassel fahren. 

Melsungen – Eine Ausnahmeregelung macht es möglich: Melsungen bekommt höchst wahrscheinlich einen weiteren Regiotram-Halt. Vorausgesetzt die Stadt macht mit.

Das bestätigt Sabine Herms, Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV).

Im gesamten Regiotramnetz darf es Bahnsteige mit der Einstiegshöhe 38 Zentimeter geben. Nur so ist ein barrierefreier Zugang in die Bahnen möglich. In der Bundesverkehrsministerkonferenz 2017 hatte man eine Höhe von 76 Zentimetern festgelegt, der Höhe, die einen barrierefreien Einstieg in ICE-Züge ermöglicht.

Die Ausnahmeregelung bezieht sich nur auf Haltepunkte, die in der Netzplanung schon ausgewiesen sind. Das trifft auf Melsungen Süd zu. Daher gebe es vom Bund auch eine Förderung in Höhe von 90 Prozent der Baukosten. Diese beliefen sich nach vorsichtigen Schätzungen auf etwa 2,5 Millionen Euro. Auf die Stadt kämen dann Kosten von bis zu 250 000 Euro zu. Melsungens Bürgermeister hatte gegenüber der HNA bereits großes Interesse am Haltepunkt geäußert.

Es gebe sogar einen Zeitrahmen. Sollte die Stadt ihre Bereitschaft signalisieren und bald Gespräche aufgenommen werden, könnte der Halt schon 2024 fertig sein. Bauherr der Haltestelle sei jedoch die DB, sagt Herms. Insofern könne sie keinen Zeitplan versprechen.

Sie freue sich über den Schwung, der jetzt in die Sache komme. Der NVV habe großes Interesse den Halt zu realisieren. Es gebe aber noch keine Vorarbeiten oder Planungen. Als nächster Schritt müsste eine Planungsvereinbarung unterzeichnet werden. Dann folgten Finanzierungs- und Realisierungsvereinbarungen mit der Stadt und dem Bund als Fördergeldgeber. Dann könne das Planfeststellungsverfahren beginnen, sagt Herms.

Schon wesentlich konkreter sind die Planungen für die Haltestelle in Schwarzenberg. Im Melsunger Stadtteil wartet man schon seit Jahren auf gute Nachrichten und den Baubeginn. Zuletzt hing es ebenfalls an der Ausnahmegenehmigung. Diese liege jetzt vor. Das Planfeststellungsverfahren laufe bereits. Das Eisenbahnbundesamt müsse als Nächstes über die Zulässigkeit der Planung entscheiden, dann könne es losgehen, hofft Herms.

Kapazitäten der DB vorausgesetzt, könnten die Schwarzenberger zum Fahrplanwechsel 2021 im Dezember vor ihrer Haustür in die Regiotram einsteigen. Der Bau sei für das dritte Quartal 2021 vorgesehen.

Kostenpunkt etwa 2,5 Mio. Euro

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