Spende für kranke Tiere

Tierheim Beuern bekommt 3000 Euro für Notoperationen

Für die Tiere: Die Ippen Stiftung spendet 3000 Euro an das Tierheim Beuern. Von links, Leiter der Melsunger HNA-Redaktion Damai D. Dewert, Nicole Reubert, Leiterin des Tierheims Beuern, Ralf Pomplun, Vorsitzender des Vereins Ein Heim für Tiere.
+
Für die Tiere: Die Ippen Stiftung spendet 3000 Euro an das Tierheim Beuern. Von links, Leiter der Melsunger HNA-Redaktion Damai D. Dewert, Nicole Reubert, Leiterin des Tierheims Beuern, Ralf Pomplun, Vorsitzender des Vereins Ein Heim für Tiere.

Den Tieren im Tierheim Beuern geht es nicht immer gut. Deshalb hat das Tierheim ein Geldkonto nur für Notoperationen und lebenserhaltende Maßnahmen.

Felsberg – 3000 Euro von der Ippen Stiftung gingen nun auf dieses Konto ein. Ralf Pomplun, Vorsitzender des Vereins Ein Heim für Tiere, und Nicole Reubert, Leiterin des Tierheims, nahmen die Spende vom Leiter der Melsunger HNA-Redaktion Damai Dewert gern entgegen. Etwa 55.000 Euro Tierarztkosten hat das Tierheim im Jahr. Die Kosten für mögliche Notalloperationen kommen da noch oben drauf.

„Wir sind auf solche Spenden angewiesen. Denn wir können wegen Corona keine Feste oder Infostände anbieten“, sagt Pomplun. Wichtig ist aber auch die Nachsorge der Vierbeiner, vor allem nach einer schweren Operation.

Die Mitarbeiter übernachten oft im Tierheim, um die angeschlagenen Tiere zu betreuen. Für Pomplun ist das keine Selbstverständlichkeit: „Unsere Mitarbeiter gehen oft über ihre Grenzen hinaus, um zu helfen. Das gehört für sie dazu und das ist bemerkenswert.“ Dabei kümmern sich zwölf Mitarbeiter um etwa 100 Tiere am Tag.

Florian Huhn aus Niedenstein geht mehrmals in der Woche mit den Hunden des Tierheims spazieren. Hier ist er mit der Deutschen Schäferhündin Cherie zu sehen.

Da aufgrund der Coronapandemie keine spontanen Besuche im Tierheim stattfinden können, gibt es auch keine neuen Freiwilligen fürs Gassi gehen. Sechs Personen gehen momentan mit den Hunden regelmäßig spazieren. „Das sind Stammkunden. Die kennen die Hunde und können mit ihnen umgehen“, sagt Nicole Reubert.

Auch bei den Katzenstreichlern gibt es einen Mangel an Freiwilligen. Nur zwei Leute können zurzeit das Tierheim regelmäßig besuchen, um den Katzen Gesellschaft zu leisten und sie zu streicheln. Besonders für scheue Katzen sei das wichtig, sagt Pomplun.

Die Nachfrage an Hauskatzen ist während der Coronapandemie aber gestiegen, sagt Pomplun. Die Anfragen kämen aus einem größeren Umkreis, teilweise aus Kiel und München. Das Tierheim Beuern gibt Katzen aber nur in einem Umkreis von 45 Kilometern ab. Denn für die Tiere kann eine lange Autofahrt sehr anstrengend sein und sogar zum Kollaps führen.

Die Mitarbeiter im Heim für Tiere versuchen trotzdem, die Tiervermittlung so gut wie möglich am Laufen zu halten. Vieles mache man jetzt am Telefon oder digital, erzählt Pomplun. Interessierte können mit einem Termin weiterhin die Vierbeiner kennenlernen. (Von Natascha Terjung)

Kontakt: Tierheim Beuern, Tel. 05662/6482, E-Mail info@tierheim-beuern.com

In Zahlen

Katzen brauchen einen warmen Platz

12 Mitarbeiter hat das Tierheim. Zwei davon sind Auszubildende und drei machen im Tierheim ihren Bundesfreiwilligendienst.

30 Katzen, deren Gesundheitszustand noch unbestimmt ist, können im Tierheim in Quarantänezimmern untergebracht werden.

1000 Euro am Tag benötigt das Tierheim, um alle Tiere ausreichend versorgen zu können.

6000 Quadratmeter Wiesenfläche gibt es auf dem Gelände. Dort können sich die Hunde mehrmals am Tag austoben.

25.000 Euro Energiekosten hat das Tierheim jährlich. Je nach Wetterlage kann es auch mehr werden. Gerade die Katzen brauchen es warm.

50.000 Euro Futterkosten hat das Tierheim etwa jährlich.

72.000 Futterportionen pro Jahr benötigt das Tierheim. Sind Jungtiere im Heim, dann können es auch mehr werden. Denn die müssen öfter am Tag gefüttert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.