Methodenkoffer für Schulen 

Spielen für mehr Offenheit: Schulen im Schwalm-Eder-Kreis haben Zugriff auf Toleranz-Box

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Stellen die Toleranz-Box vor: Die Schulsozialarbeiter aus dem Landkreis sowie Landrat Winfried Becker (Mitte) und Schulleiter Karl-Werner Reinbold (Zweiter von links). 

Felsberg – Die Schulen im Schwalm-Eder-Kreis haben ab sofort Zugriff auf eine Toleranz-Box. Diese wurde jüngst in der Drei-Burgen-Schule in Felsberg vorgestellt.

Wie und wann die Teleranz-Box in den Schulen zum Einsatz kommen soll, wird im Folgenden erklärt:

Was ist eine Toleranz-Box?

Insgesamt gibt es vier Toleranz-Boxen im Landkreis Schwalm-Eder. Sie sind gleich ausgestattet und als Methodenkoffer konzipiert. Diverse Übungsspiele sind in dem Koffer zu finden. Die Spiele tragen Namen wie „Was ist Zivilcourage – Das 4-Ecken-Spiel“ und „Der Islam – das interaktive Spiel“. Sie sollen die Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen schulen. Die Spiele sind zum Teil als Rollenspiele ausgelegt und sollen so einen Perspektivwechsel ermöglichen. „Außerdem soll der Teamgeist gefördert werden“, erklärt Jugendpflegereferent Thomas Werner vom Landkreis.

An wen richtet sich die Box?

Die Toleranz-Box kann von allen Schülern und Lehrern der Sekundarstufen eins und zwei aus dem gesamten Landkreis genutzt werden. Das Material ist schulform- und jahrgangsübergreifend konzipiert und könne deshalb flexibel eingesetzt werden, erklärt Werner.

Wann kommt sie zum Einsatz?

Die Box soll Schüler dazu bringen, sich so früh wie möglich mit Themen wie Vorurteilen, Diskriminierung und Rücksicht auseinanderzusetzen. „Mit der Box haben Pädagogen einen Ansatz, um die Themen Demokratie und Toleranz in den Schulalltag einzubinden“, erklärt Werner. Gerade in Zeiten, in denen die Stimmung nach rechts kippe, müsse rechtzeitig reagiert werden, sagt auch Landrat Winfried Becker. „Mit der Box und dem Engagement der Sozialarbeiter können die Kinder zu mehr Demokratie erzogen werden“, sagt er.

Wie läuft der Verleih der Box ab?

Die vier Boxen haben einen festen Standort an der König-Henrich-Schule in Fritzlar, der Erich-Kästner-Schule in Homberg, der Fuldatal-Schule in Melsungen und dem Berufsschul-Campus in Schwalmstadt.  Die Spiele können sowohl für den Unterricht sowie für ganze Projekttage von den Schulen im Landkreis ausgeliehen werden. Die Organisation liegt bei den Lehrern und den Sozialarbeitern, erklärt Werner. Gleichzeitig steht dem Projekt begleitend eine Webseite zur Verfügung. Die Pädagogen haben einen Zugang. Dort ist aufgelistet, welche Spiele zu verleihen oder bereits verliehen sind. Dabei ist es nicht notwendig, die ganze Box auszuleihen, auch einzelne Spiele können ausgeliehen werden.

Wer trägt die Kosten?

Die vier Boxen sind aus dem Topf des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ finanziert worden. Dem Programm stehen jährlich 100 000 Euro zur Verfügung. „Die Anschaffung der Boxen hat etwa 6000 Euro gekostet“, erklärt Werner.

Wer hat die Toleranz-Box ins Leben gerufen?

Die Toleranz-Box ist eine Initiative der insgesamt 25 Schulsozialarbeiter aus dem Landkreis Schwalm-Eder und läuft unter dem Projekt “Gewalt geht nicht“, dessen Projektkoordinator Thomas Werner ist.

Mehr Informationen finden Siehier. 

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