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Trinken nicht vergessen: Melsunger Experten geben Tipps bei Hitze

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Von: Barbara Kamisli

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Die Hitze kommt zurück: Nach der Hitzewelle am Wochenende soll es auch in den kommenden Tagen wieder wärmer werden.
Die Hitze kommt zurück: Nach der Hitzewelle am Wochenende soll es auch in den kommenden Tagen wieder wärmer werden. © Kristin Klose/dpa

Die erste Hitzewelle liegt hinter dem Kreisteil Melsungen, weitere sollen folgen. Hitze ist gerade für ältere Menschen eine Herausforderung. So geht man richtig damit um.

Kreisteil Melsungen – Das ist gerade für ältere Menschen eine Herausforderung. Wir sprachen mit der Melsunger Allgemeinmedizinerin Lotta Jacob und der Leiterin des Awo-Altenzentrums Dr.-Horst-Schmidt-Haus, Teresa Dylong, über den Umgang mit steigenden Temperaturen.

Wichtig sei vor allem, ausreichend zu trinken. Lotta Jacob rät: „Wer Schwierigkeiten damit hat, seine Trinkmenge einzuhalten, kann sich diese zum Beispiel schon morgens zurechtstellen, um einen Überblick zu haben.“ Ob jemand zu wenig getrunken hat, könne man unter anderem daran erkennen, dass die Person über Kreislaufprobleme, Schwindel oder Unwohlsein klage. Auch trockene Lippen und Schleimhäute könnten Anzeichen für Flüssigkeitsmangel sein. Genauso wie ein roter Kopf und Kurzatmigkeit.

Jacob empfiehlt eine Blutdruckkontrolle, es sollte bei älteren Menschen auch abgefragt werden, ob Wassertabletten eingenommen werden. „Und dann der Rat des Hausarztes eingeholt werden.“

Im Awo-Altenzentrum in Melsungen wird laut Einrichtungsleiterin Teresa Dylong die Temperatur in den Räumen kontrolliert, der Co2-Wert gemessen und regelmäßig Getränke angeboten. Bei Bewohnern, die wenig trinken, würden Trinkprotokolle erstellt. „Und dann gilt natürlich: Regelmäßig lüften“, sagt Dylong. Besonders auch nachts. Ventilatoren sorgen im Altenzentrum zusätzlich für Abkühlung. „Für uns sind die Hitzewelle nichts Neues mehr“, sagt Dylong.

Auch Kleinkinder vergessen beim Spielen gern mal das Trinken. Lotta Jacob rät, immer wieder Getränke anzubieten, die Sonne während der Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr zu meiden, während des Aufenthalts im Freien Sonnenschutz zu benutzen und eine Kopfbedeckung zu tragen. „Die Kinder sollen sich auch mal ruhiger beschäftigen – zum Beispiel etwas malen oder ein Buch anschauen.“

Sinnvoll sei es, morgens gut durchzulüften und dann die Vorhänge zu schließen, dass das Zimmer sich nicht so stark aufheizt sowie sich tagsüber in kühlen Räumen aufhalten. (Barbara Kamisli)

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