Hessen Mobil sieht keinen Handlungsbedarf

Trotz Kritik: Keine neue Notfallspur an B253 bei Melsungen

Melsungen. Die Notfallspur am Melsunger Ortseingang - Bundesstraße 253 - wird baulich nicht verändert. Die Stadt hatte beim Straßenbaulastträger Hessen Mobil schriftlich auf eine mögliche verkehrsgefährdende Situation hingewiesen und um eine erneute Überprüfung gebeten.

In der Antwort von Hessen Mobil heißt es dazu, dass nach Rücksprache mit der Polizeidirektion Schwalm-Eder und der Verkehrsbehörde des Landkreises kein Handlungsbedarf bestehe.

Hintergrund der Anfrage der Stadt war ein Unfall im Februar. Ein Pkw-Fahrer zog wegen Bremsversagens seines Autos auf die Gegenfahrbahn. Glücklicherweise kam damals kein anderer Verkehrsteilnehmer zu Schaden.

In der HNA und städtischen Gremien war daraufhin über einen zusätzlichen Fahrstreifen vor dem Kiesbett diskutiert worden, der die Gefahrenstelle entschärfen könnte.

Sollte ein Fahrzeug mit einer defekten Bremsanlage die etwa drei Kilometer lange Gefällstrecke herabkommen, müsste es vorausfahrende Autos überrollen, um ins Kiesbett zu gelangen, lautete beispielsweise eine Befürchtung von Leser Hans Georg Wagner.

Lediglich einige Hundert Meter vor dem Kiesbett zu beginnen, brächte keinen Schutz, heißt es von Hessen Mobil weiter. Eine drei Kilometer lange Notfallspur, die auf gesamter Länge parallel verläuft, wäre finanziell aber nicht darstellbar. Von den zwei bergauf führenden Fahrstreifen könne zudem aus sicherheitstechnischen Gründen keiner umfunktioniert werden.

In der Planungsphase vor 1999 seien die Risiken abgewogen worden, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil.

Um zu verhindern, dass ein defektes und zu schnelles Fahrzeug das Kiesbett umfährt, wurde die Straße mit Betongleitwänden zwangsweise in eine enge Schikane geführt. Die sei in diesem Fall die bessere Lösung.

Von Damai D. Dewert

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