Sie warfen mit Eiern

Unbekannte beschmutzen Kloster Haydau und Küchengarten

Das Regal bleibt leer: Unbekannte stahlen Lebensmittel aus dem Regal des Küchengartens auf dem Gelände des Klosters Haydau in Morschen. Deshalb will Kerstin Beck das Regal für eine Weile nicht mehr bestücken.
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Das Regal bleibt leer: Unbekannte stahlen Lebensmittel aus dem Regal des Küchengartens auf dem Gelände des Klosters Haydau in Morschen. Deshalb will Kerstin Beck das Regal für eine Weile nicht mehr bestücken.

Unbekannte randalierten auf dem Gelände des Klosters Haydau in Morschen. Mit Eiern und Tomaten beschmutzten sie unter anderem die Fassade der Orangerie.

Morschen – Eier, Tomaten und Glasscherben haben auf dem Gelände des Klosters Haydau in Morschen eigentlich nichts verloren. Doch am Wochenende haben Unbekannte mit diesen Lebensmitteln die Fassade der Orangerie beschmutzt und die Glasscherben im Park verteilt. Die Lebensmittel und Flaschen stahlen die Unbekannten aus dem Lebensmittelregal des Küchengartens der Baunataler Diakonie (bdks) an der Landgrafenstraße. Das teilte der Pressesprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder, Markus Brettschneider, auf Anfrage der HNA gestern mit.

„Das ist blinde Zerstörungswut“, sagte Morschens Bürgermeister Ingo Böhm. Er wurde auf den Vorfall über Facebook aufmerksam und machte sich gestern selbst ein Bild von der Situation am Kloster Haydau.

Ein Mitglied der Facebook-Gruppe „Altmorschen – immer meine Heimat“ hatte Fotos von der Zerstörung und Verschmutzung online gestellt. Diese wurden von zahlreichen Mitgliedern kommentiert, die sich wütend und traurig über die Zerstörung äußerten.

Nahe des Teiches, unterhalb der Orangerie, lagen zahlreiche Scherben der zuvor entwendeten Eierlikörflaschen. Im Durchgang zum Küchengarten wurden der Boden und das Türgitter mit passierten Tomaten beschmutzt.

Für den Hausmeister des Klosters, Dirk Ackermann, sind die Verschmutzungen das kleinere Übel: „Es hätte schlimmer sein können. Aber für die Mitarbeiter der Diakonie, die sich um das Lebensmittelregal kümmern, ist das sehr ärgerlich.“ Dort kann man normalerweise Lebensmittel in Selbstbedienung entnehmen. Auf den Lebensmitteln steht der zu zahlende Betrag, der in einen kleinen Kasten neben dem Regal entrichtet wird – das beruht auf gegenseitigem Vertrauen zwischen Kunde und den Mitarbeitern des Küchengartens.

Bisher habe das auch immer gut geklappt, sagt Kerstin Beck, die verantwortlich für das Lebensmittelregal und den Küchengarten ist. Nun wird das Regal erst mal für eine Weile leer bleiben. „Meine Laune, das Regal wieder zu befüllen, hält sich momentan in Grenzen“, sagt Kerstin Beck. Das Angebot sei von den Leuten immer gut angenommen worden, weshalb das Regal auch nicht für immer leer bleiben werde.

Die Baunataler Diakonie Kassel (bdks), die den Küchengarten betreibt, habe jetzt Anzeige wegen des Diebstahls erstattet, erzählt Kerstin Beck. Die Reste der Eier und der Tomaten, mit denen auch das Betriebsgebäude des Küchengartens beschmutzt worden war, hat Kerstin Beck schon beseitigt.

Die Gemeinde Morschen habe bis jetzt keine Anzeige erstattet und werde es wahrscheinlich auch nicht tun, sagt Ingo Böhm. Die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Morschen begannen bereits gestern mit der Beseitigung der Verschmutzungen auf dem Klostergelände – damit sich ein Besuch am Lebensmittelregal bald wieder lohnt. (Von Natascha Terjung Und Barbara Kamisli)

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