Stände und Beleuchtung im nächsten Jahr 

Vandalen zerstörten Eislaufbahn in Melsungen

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Unbrauchbar: Melsungens Citymanager Mario Okrafka zeigt die zerstörte Eisfläche am Sand. In den vergangenen Tagen demolierten Unbekannte die 2000 Quadratmeter große Fläche.  

Melsungen. Die Stadt Melsungen richtete Rollschuhbahn als Eislauffläche her. Doch bereits in der ersten Nacht zerstörten Unbekannte die erst leicht gefrorene Eisfläche.

Es sollte alles so schön werden, jetzt ist die Eislaufbahn in Melsungen zerstört worden. Nach mehr als zehn Jahren hat die Stadt Melsungen erstmals wieder die Rollschuhbahn in eine 2000 Quadratmeter große Eisfläche umgewandelt. Doch bereits in der ersten Nacht und am Dienstag zerstörten unbekannte Vandalen die erst leicht gefrorene Fläche mutwillig.

„Die Feuerwehr hat am Donnerstag noch mal nachgewässert“, sagt Mario Okrafka, Melsungens Citymanager. Doch das habe die Schäden nicht beheben können.

Wegen des anstehenden Tauwetters werde auch kein neuerlicher Versuch unternommen, die Fläche nochmal herzurichten.

Leider habe man die Frostperiode verschlafen, räumt Okrafka ein. Er selbst wusste nicht um die Möglichkeit, das Bassin der Rollschuhbahn in eine Eisfläche umwandeln zu können. Nach einigen Hinweisen aus der Bevölkerung habe der Bauhof auf Wunsch von Bürgermeister Markus Boucsein am Montag dann gewässert. Mit Wasser aus der Fulda habe sich die Rollschuhbahn in eine wunderbare und anfangs auch spiegelglatte Eisbahn verwandelt.

Der Bauhof habe viel Arbeit in die Eisfläche investiert. Nach einer gründlichen Reinigung wurden die der flussseitigen Regenwasserabflüsse mit Stopfen verschlossen. Ein Team des Bauhofs habe im Anschluss die Rollschuhbahn am Sand mit drei Pumpen mit Wasser aus der Fulda befüllt und mit rot-weißem Trassierband deutlich sichtbar abgesperrt. Rund um die Bahn wurden Schilder „Betreten der Eisfläche auf eigene Gefahr“ aufgestellt. „Vielleicht hätten wir deutlicher machen müssen, dass das Wasser einige Tage zum Durchfrieren benötigt“, sagt Okrafka.

So seien der Stadt durch das Engagement nennenswerte zusätzliche Kosten für den Personal-, Technik- und Fahrzeugeinsatz entstanden, die außerdem wirkungslos verpufft seien.

Für das kommende Jahr verspricht Okrafka eine Neuauflage mit besser Vorbereitung. Denkbar seien Marktstände mit heißen Getränken und eine Beleuchtung der Eisfläche. Den Melsungern könnte so eine attraktive innerstädtische Eisfläche zur Verfügung gestellt werden.

Denn die Stadt warne ausdrücklich davor, die zugefrorene Fulda zu betreten. „Es besteht akute Lebensgefahr“, sagt der Citymanager.

Insbesondere zwischen der Zwei-Pfennigs-Brücke und der St.-Georgs-Brücke seien viele Schlittschuläufer - teilweise Kinder ohne Aufsicht unterwegs. In diesem Bereich sei die Fulda streckenweise mehrere Meter tief. Wer einbricht, werde augenblicklich von der Strömung fortgerissen und unter die Eisfläche gezogen.

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