Wasser- und Schifffahrtsamt plant Reinigungsarbeiten –

Zu viel Gestrüpp am Melsunger Wehr

Blick von der Bartenwetzerbrücke auf das Fulda-Wehr in Melsungen: Geäst und Gestrüpp haben sich dort verfangen. Foto: Féaux de Lacroix

Melsungen. Wer in diesen Tagen über die Bartenwetzerbrücke spaziert, kann es nicht übersehen: Das Wehr in der Fulda ist bedeckt von Ästen und Baumstämmen, die sich verfangen haben.

Sorge bereitet das einem 79-jährigen Melsunger, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

„Das ist ein unmöglicher Zustand“, sagt der 79-Jährige, „da muss was geschehen.“ Derzeit sei der Wasserstand in der Fulda noch niedrig. Bei steigendem Wasserpegel könnten die verkeilten Baumstämme das Wehr beschädigen, fürchtet der Melsunger. Zudem könne es passieren, dass sich das Wasser auf der einen Seite des Wehres zu stark staue und damit leichter über die Ufer trete.

Problem ist bekannt 

Zuständig für die Pflege des Wehrs ist das Wasser- und Schiffahrtsamt. Ein Mitarbeiter der Außenstelle in Rotenburg sagte auf Anfrage der HNA, das Problem sei bekannt. Geplant sei, in der kommenden Woche mit den Aufräumarbeiten am Wehr zu beginnen. Dazu werde ein Schreitbagger eingesetzt, der durch niedriges Wasser fahren kann und so zum Wehr gelangt. Die Arbeiten würden etwa ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen, schätzte der Mitarbeiter.

„Wenn am Wehr etwas im Argen liegt, melden wir das ans Wasser- und Schifffahrtsamt“, sagt Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein. Das habe man auch in diesem Fall getan. Das Wasser- und Schifffahrtsamt habe aber zunächst noch nicht eingreifen können, berichtet Bauamtsleiter Martin Dohmann: „Wegen der Laichzeit der Fische durfte der untere Teil des Flussbetts nicht befahren werden.“ Jetzt aber ist diese Schonzeit vorbei, so dass die Arbeiten beginnen können. Das Wasser- und Schifffahrtsamt kümmere sich seiner Erfahrung nach regelmäßig und zuverlässig um das Wehr, sagt Dohmann.

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