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Bundesverdienstkreuz: Mutter pflegt seit 65 Jahren behinderte Tochter

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Von: Claudia Feser

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Bürgermeister Markus Boucsein (links) und Landrat Winfried Becker (rechts) haben Elise Schweinsberg ausgezeichnet. Mit im Bild ihr Sohn Bernd Schweinsberg.
Ehrung für hingebungsvolle Pflege seit 65 Jahren: Bürgermeister Markus Boucsein (links) und Landrat Winfried Becker (rechts) zeichneten Elise Schweinsberg aus, die seit 65 Jahren ihre behinderte Tochter pflegt. Mit im Bild Sohn Bernd Schweinsberg. © Schwalm-Eder-Kreis

Elise Schweinsberg wurde mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für die jahrzehntelange Pflege ihrer schwerstbehinderten Tochter Anita ausgezeichnet.

Günsterode – Landrat Winfried Becker und Bürgermeister Markus Boucsein verliehen Elise Schweinsberg die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für die hingebungsvolle Pflege ihrer Tochter im häuslichen Umfeld.

„Ihre Stärke und Tapferkeit sind beispiellos. Ein solches, von Nächstenliebe geprägtes Engagement verdient höchste Anerkennung“, sagte Landrat Winfried Becker in seiner Ansprache.

Seit 65 Jahren ist Elise Schweinsberg Tag und Nacht für ihre Tochter Anita da, umsorgt und pflegt sie. Im Alter von 18 Jahren wurde Elise Schweinsberg Mutter von Anita, die mit dem Morbus haemolyticus geboren wurde, einer seltenen Rhesusfaktor-Unverträglichkeit. Anita kann weder allein sitzen, noch sprechen. Aber sie kann lächeln und zeigt den Menschen in ihrem Umfeld so jeden Tag, dass es ihr gut geht.

„Ich freue mich sehr“, so Bürgermeister Markus Boucsein, „dass Frau Schweinsberg diese besondere Ehrung zuteil wird. Ihre Lebensleistung ist nicht hoch genug einzuschätzen. Dafür gebührt ihr unser Dank und besondere Anerkennung.“ An ihrem Beispiel und durch die große Unterstützung aus ihrem Umfeld in Günsterode werde deutlich, wie eine gute Dorfgemeinschaft funktioniere.

Was für Elise Schweinsberg selbstverständlich sei und von ihr seit 65 Jahren als ihre Pflicht angesehen werde, sei keine Selbstverständlichkeit. Ein solch außergewöhnliches Engagement verdiene die öffentliche Würdigung, um damit als beispielhaft wahrgenommen zu werden. (Claudia Feser)

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