1. Startseite
  2. Lokales
  3. Melsungen
  4. Melsungen

VR Partnerbank verzichtet für Spenden auf Weihnachtspost

Erstellt:

Kommentare

Bei der Spendenübergabe in Melsungen: Stefan Kördel von der VR Bank (von links), Töns Lahmann von der Tafel Melsungen, Dekan Norbert Mecke, Petra Wagner von der Tafel Homberg, Peter Brandt von der Tafel Melsungen, Lothar Krönert von der Tafel Fritzlar, Barbara Schäfer von der Tafel Melsungen sowie Kai Mardorf, Anja Kukuck-Peppler und Abdul Idrees, alle drei von der VR Bank.
Bei der Spendenübergabe in Melsungen: Stefan Kördel von der VR Bank (von links), Töns Lahmann von der Tafel Melsungen, Dekan Norbert Mecke, Petra Wagner von der Tafel Homberg, Peter Brandt von der Tafel Melsungen, Lothar Krönert von der Tafel Fritzlar, Barbara Schäfer von der Tafel Melsungen sowie Kai Mardorf, Anja Kukuck-Peppler und Abdul Idrees, alle drei von der VR Bank. © Rolf Färber

Die Kunden der VR Partnerbank haben dieses Jahr vergeblich auf Weihnachtspost gewartet. Die Bank unterstützt mit dem eingesparten Betrag die Tafeln in ihrem Geschäftsgebiet und stockte ihn zudem auf.

Melsungen – Die Bank verzichtete auf die Feiertagsgrüße, um mit dem eingesparten Betrag in Höhe von 9000 Euro die Tafeln im Geschäftsgebiet der Bank zu unterstützen. Der Betrag wurde zudem von der Bank auf 15 000 Euro aufgestockt, die den Tafeln in Melsungen, Homberg und Fritzlar zu gleichen Teilen gespendet wurden. Das Geld wurde kürzlich übergeben.

„Unsere Verpflichtung ist es, die Region zu unterstützen“, erklärte Kai Mardorf vom Bankvorstand. „Dem kommen wir gerne nach.“ Das Geld soll helfen, die gestiegenen Kosten zu decken und Kindern aus bedürftigen Familien ein Weihnachtsgeschenk zu ermöglichen.

„An Herausforderungen hat es den Tafeln in den vergangenen Jahren nicht gefehlt“ sagte Dekan Norbert Mecke. Dessen Diakonisches Werk ist Träger der Einrichtungen.

„Bei uns läuft es gut, aber das gilt nur für die Ware“, sagte Barbara Schäfer von der Tafel Melsungen. Ehrenamtliche Mitarbeiter würden derzeit dagegen dringend gesucht.

Lothar Krönert, Koordinator der Fritzlarer Tafel berichtete, dass die Kundenzahl durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegen sei. Aktuell seien über 800 Menschen in Fritzlar bezugsberechtigt. Neuaufnahmen seien nur möglich, wenn ein vorhandener Kunde wegfiele. „Wir bekommen viele Spenden von Privatleuten“, sagte er. „Die Solidarität in der Bevölkerung ist gut.“

Petra Wagner, seit Kurzem Koordinatorin der Homberger Tafel, berichtete von Problemen bei der Warenversorgung. „An manchen Tagen bekommen wir gar nichts“, sagte sie. Bei den Mitarbeitern liefe es besser; die Teams würden sich gegenseitig gut unterstützen.

„Es ist toll, dass es Menschen gibt, die sich für die Tafeln engagieren“, sagte Anja Kukuck-Peppler, Vorständin der VR Bank zu dem ehrenamtlichen Einsatz. Gerade in schwierigen Zeiten sei es wichtig, einen persönlichen Ansprechpartner zu haben. (Rolf Färber)

Auch interessant

Kommentare