Wassermangel droht: Melsungen soll ans Gruppenwasserwerk angeschlossen werden

Anschluss: Das Wasser vom Gruppenwasserwerk könnte über den Hochbehälter Melsunger Feld verteilt werden. Im Bild steht Bauamtsleiter Martin Dohmann in dem Hochbehälter. Archivfoto:  Dewert

Melsungen. Melsungens Lösung für das Wasserproblem soll das Gruppenwasserwerk Fritzlar-Homberg werden.

Wie berichtet, könnte in Melsungen in den kommenden Jahren das Wasser knapp werden. Der Verbrauch steigt und die Leistungen einiger der zwölf Tiefbrunnen nimmt ab.

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Modelle geprüft. Derzeitiger Favorit ist ein Anschluss des Hochbehälters Melsunger Feld an das Wasserleitungsnetz bei Melgershausen.

Eine Alternative waren der Anschluss an die Stadt Spangenberg und an die Gemeinde Malsfeld. Diese Möglichkeit wurde aber bereits früh wieder verworfen. Das Tiefbautechnische Büro Köhl aus Fulda hat im Jahr 2014 die Leistungsfähigkeit der Brunnen überprüft. In den kommenden Jahren könnte es während großer Leistungsspitzen zu Engpässen kommen.

Gemäß einer Kostenschätzung würden die Nettokosten für den Bau der Verbindungsleitung nach Melgershausen einschließlich der Baunebenkosten eine Million Euro betragen. Ein Anschluss an das Leitungsnetz Spangenberg etwa 600 000 Euro mehr.

Der Wasserpreis je Kubikmeter liegt bei anfänglich 70 Cent netto. Dieser Preis könnte in den kommenden Jahren je nach Marktentwicklung angepasst werden.

Die Verbandsversammlung müsste einem Anschluss Melsungens außerdem auch noch zustimmen.

• Sitzung: Das Thema Wasser steht auf der Tagesordnung der öffentlichen Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 8. Dezember. Los geht es in der Melsunger Stadthalle um 19 Uhr.

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