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Wollröder veranstaltet Turnier für Fantasy-Brettspiel in Albshausen

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Von: Fabian Becker

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Veranstaltet den Racoon-Cup: Matthias Lang aus Wollrode organisiert den Blood-Bowl-Wettbewerb im Dorfgemeinschaftshaus Albshausen.
Veranstaltet den Racoon-Cup: Matthias Lang aus Wollrode organisiert den Blood-Bowl-Wettbewerb im Dorfgemeinschaftshaus Albshausen. © Fabian Becker

Matthias Lang aus Wollrode kann vom Brettspiel Blood Bowl gar nicht genug bekommen. Neben seiner Teilnahme an der Nordhessen-Liga veranstaltet er im Juni den Racoon-Cup.

Albshausen/Wollrode – Wenn Matthias Lang aus Wollrode von schubsen, hinfallen und verletzen spricht, hat er meist nichts Schmerzhaftes im Sinn. Der 49-Jährige denkt an Blood Bowl, ein Brettspiel mit Fantasy-Figuren, das an American Football angelehnt ist. Lang organisiert im Juni ein Blood-Bowl-Turnier in Albshausen.

„Blood Bowl erschien Ende der 1980er-Jahre – damals noch mit Papp-Aufstellern“, berichtet Lang. Er spielte erstmals 1993 und ist seitdem dabei geblieben. Bei dem Spiel gibt es mittlerweile 27 Teams aus denen die Spieler wählen können, darunter Fantasiewesen wie Dunkelelfen, Orks und Zwerge.

In einer Partie stehen sich bis zu 16 Figuren in zwei Mannschaften auf einem Spielbrett mit 15 mal 26 Feldern gegenüber. Jeder Spieler bekommt einen festen Betrag Spielgeld und stellt sich damit sein Team zusammen.

Der Sieger wird ausgewürfelt: Blood-Bowl-Figuren treten gegeneinander an.
Der Sieger wird ausgewürfelt: Blood-Bowl-Figuren treten gegeneinander an. © Becker, Fabian

Blood Bowl ist an American Football angelehnt

In den Mannschaften gibt es Figuren mit verschiedenen Fähigkeiten. Mit der Zeit können weitere Talente hinzugewonnen werden. Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln, zum Beispiel mit Touchdowns wie beim American Football, einem gelungenen Wurf des Balls und Verletzungen.

„Am besten ist es, den Gegner zum Würfeln zu bringen“, sagt er, „denn dabei kann viel schiefgehen.“ Und sobald einem Spieler etwas nicht gelingt, ist der andere dran. Die Spieler haben je nach Spielformat eine bestimmte Zeit oder Rundenzahl.

„Entscheidend für den Erfolg sind die Strategie, das Glück beim Würfeln und ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung der Teams“, erklärt Lang. Er sagt über Blood Bowl: „Es gibt kein Würfelspiel, das einen so auf die Palme bringt.“

Auch Glück gehört zum Sieg: Viele Aktionen bei Blood Bowl hängen vom Würfeln ab.
Auch Glück gehört zum Sieg: Viele Aktionen bei Blood Bowl hängen vom Würfeln ab. © Becker, Fabian

Lang spielt in der Blood-Bowl-Liga Nordhessen

Das sei aber auch der Reiz daran. „Bei Spielen gibt es immer wieder Neues zu erleben und die Gemeinschaft bei Turnieren ist toll.“ Der Wollröder ist auf drei bis fünf Turnieren im Jahr unterwegs und spielt in der Blood-Bowl-Liga Nordhessen.

„Wir haben Mitglieder von 18 bis 49 – ich bin der Älteste“, sagt er und lacht. Die Distanz sei manchmal ein Problem; die weiteste sei von Malsfeld nach Immenhausen.

Ein Teilnehmer muss mindestens einmal im Monat gegen einen anderen antreten. So kämen eineinhalb Saisons pro Jahr zusammen. „Ich lande meistens im Mittelfeld, mit ein bisschen Glück im oberen Drittel.“ Wer zu Hause keinen Platz für eine Partie hat, kann sich kostenlos einen Tisch beim Verein „Kassel spielt“ bestellen, empfiehlt Lang.

Diese Figur trägt den rot-weißen Spielball.
Diese Figur trägt den rot-weißen Spielball. © Becker, Fabian

Unter der Woche spielt Lang Blood Bowl auch online

Auch im Internet gebe es Möglichkeiten, das Spiel online zu spielen, was er vor allem für Partien unter der Woche nutze. Dort tritt er auch unter seinem Pseudonym Marvel Hoeller auf. Er hat vier Kinder: zwei Jungen, die auch Blood Bowl spielen, und zwei Mädchen.

Im Gegensatz zu seinen Söhnen verbringt Lang auch einige Zeit für das Bemalen seiner Figuren. „Viele machen das, um sie besser unterscheiden zu können“, sagt er. „Ich nehme am liebsten Acrylfarben, aber es geht auch mit Ölfarben.“ Rund 400 bemalte Blood-Bowl-Figuren hat er.

Unbemalt: Diese Figur bekommt noch Farbe.
Unbemalt: Diese Figur bekommt noch Farbe. © Becker, Fabian

Blood-Bowl-Turnier Racoon-Cup ist im Juni in Albshausen

Lang ist Organisator des Racoon-Cups im Dorfgemeinschaftshaus in Albshausen. In dem Wettbewerb treten bis zu 40 Spieler im Blood Bowl am Samstag, 18. Juni, ab 9.15 Uhr und Sonntag, 19. Juni, ab 8.30 Uhr gegeneinander an.

„Es gibt noch freie Plätze“, sagt Land. Anmeldungen sind bis Sonntag, 4. Juni, möglich. Mitglieder der Nuffle Amorical Football (weltweite Vereinigung der Blood-Bowl-Spieler) zahlen 30 Euro, alle anderen 35 Euro.

Während sich Figuren in der Liga verbessern, aber auch verletzen können, gilt beim Racoon-Cup: Alle Figuren werden nach einem Spiel wieder auf den Anfangswert zurückgesetzt.

Für die Sieger bastelt Lang selbst Trophäen, die mit dem namensgebenden Waschbären (englisch: Racoon) versehen sind. „Kassel gilt ja als die Hauptstadt der Waschbären“, sagt er. Außerdem hat er Würfel und Würfelbecher mit Waschbär-Motiv herstellen lassen.

Ein Basisspiel des Spieleherstellers Games Workshop koste rund 60 Euro. „Es gibt aber auch günstigere Anbieter“, sagt der 49-Jährige. Um mit dem Spiel zu starten, empfiehlt er einige Internetseiten: bloodbowl.com/de, zu.hna.de/bloodbowl0523 sowie zu.hna.de/bloodbowl0623.

Anmeldungen: Matthias Lang, E-Mail an marvelhoeller@web.de. (Fabian Diekmann)

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