Blitzeinschläge und überflutete Straßen

Zahlreiche Feuerwehren im Unwettereinsatz

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Die Feuerwehr Hilgershausen am Freitagnachmittag im Einsatz bei Straßenreinigungsarbeiten nach dem Unwetter.

Melsungen. Nach den Unwettern, die am Freitagnachmittag über das Melsunger Land zogen und für Überflutungen sorgten, ging es auch in der Nacht zum Samstag weiter.

Wieder zogen schwere Gewitter mit Starkregen über unsere Region und verursachten zahlreiche Schäden.

In Malsfeld waren, bis auf die Wehr aus Sipperhausen, alle Feuerwehren wieder gefordert. Teilweise waren sie bereits von Freitagnachmittag bis zum frühen Samstagmorgen im Einsatz. Zahlreiche Straßen waren überflutet. Das Regeneinlaufbecken in der Nähe der Sporthalle packte die Fluten nicht. Massen aus Wasser, Schlamm und Geröll ergoss sich auf Straßen und in Keller. Bis zum frühen Samstagmorgen waren die Wehren mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Besonders hatte es die Bachstraße, die Lindenstraße und die Stettiner Straße in der Kerngemeinde getroffen.

Daueralarm löste die Sirene in Altmorschen, die auf dem Gasthaus Semmler installiert ist, aus. Bedingt durch Überspannung, die durch einen Blitzeinschlag entstanden ist, ertönte über eine halbe Stunde lang der ohrenbetäubende Heulton. Erst nachdem eine Elektrofachkraft die Sirene spannungslos geschaltet hatte, hörte das Alarmsignal auf Doch die Feuerwehrleute konnten sich nicht sofort um diesen Schaden kümmern, denn aus der Landgrafenstraße war ein Blitzeinschlag in ein Wohnhaus gemeldet worden. Glücklicherweise hatte aber der Blitz nicht direkt in das Gebäude eingeschlagen, sondern in der Nähe des Gebäudes. Dadurch war es zu teilweisen Unterbrechungen der Stromversorgung in dem Haus gekommen. Die Feuerwehr überprüfte alles mit der Wärmebildkamera. Es war glücklicherweise kein Brand einstanden. Die Elektroinstallation des Hauses muss durch eine Fachkraft überprüft werden. In Morschen waren 30 Einsatzkräfte unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Thomas Deist im Einsatz.

Die Freiwillige Feuerwehr Melsungen wurde um 6.16 Uhr alarmiert. Anrufer hatten an der Bushaltestelle in dem Industriegebiet Pfieffewiesen hochgespülte Kanaldeckel gemeldet. Als die Einsatzkräfte an der angegebenen Stelle ankamen, waren allerdings keine Schäden mehr feststellbar.

Beim Kreisjugendfeuerwehrzeltager in Guxhagen wurden in der Nacht die Kinder und Jugendlichen in die angrenzende Sporthalle evakuiert. Die Gefahr von Blitzen getroffen zu werden, oder bei dem Unwetter verletzt zu werden, war zu groß. Am Samstagmorgen konnte das geplante Programm mit Frühstück und anschließenden Wettkämpfen fortgesetzt werden.

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