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Zentrale Notaufnahme am Melsunger Krankenhaus schließt am 1. April

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Von: Damai Dewert

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Notaufnahme am Melsunger Krankenhaus fällt ab dem 1. April weg
Notaufnahme am Melsunger Krankenhaus fällt ab dem 1. April weg © Kerim Eskalen

Ein weiterer Eckpfeiler der medizinischen Versorgung in Melsungen bricht weg: Die Zentrale Notaufnahme am ehemaligen Melsunger Krankenhaus schließt.

Melsungen – So teilt es der Klinikbetreiber Asklepios auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Für die Einwohner in Melsungen verbleiben für Notfälle daher nur zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug (Nef). Asklepios und Schwalm-Eder-Kreis hatten sich für eine Übergangslösung bezüglich der Notaufnahme geeinigt.

Dieser Zeitraum endet jetzt: In den Monaten Januar bis März dieses Jahres wurden laut Klinikmanager Alexander Zietzsch über das Klinikum Melsungen über die Zentrale Notaufnahme durch eine examinierte Pflegefachkraft und einen Facharzt Patienten versorgt. Die ZNA hatte rund um die Uhr auch am Wochenende geöffnet. Behandelt beziehungsweise erstversorgt wurden alle Patienten, die dort notfallmäßig ankamen.

Weniger als 20 Prozent der Patientinnen und Patienten hätten eine Erkrankung oder Verletzung gehabt, die eine Weiterverlegung in eine stationäre Einrichtung zur Folge hätte haben müssen. „Der Großteil der Patienten konnte entweder direkt in der Notaufnahme ohne längeren Aufenthalt erstversorgt und wieder entlassen oder an Haus- und niedergelassene Fachärzte überwiesen werden.“

Zentrale Notaufnahme eingestellt

Zum heutigen Freitag, 31. März, 23.59 Uhr wird auch das Angebot dieser Zentralen Notaufnahme eingestellt. Dort seien in den zurückliegenden drei Monaten durchschnittlich pro Tag weniger als zwei Patienten versorgt worden. „Der Großteil der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Klinikums Melsungen sind bereits im Kalendermonat Januar in die Asklepios Klinik Schwalmstadt oder die Asklepios Klinik Bad Wildungen gewechselt.“

Für alle Beschäftigten hatte Asklepios Schwalm-Eder eine Jobgarantie ausgesprochen. Einige Mitarbeiter seien zu anderen Kliniken oder Gesundheitseinrichtungen gewechselt.

Selbiges gilt auch für die noch in Melsungen verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Notfallversorgung bis zum 31. März aufrechterhalten. „Gerätetechnisch wurde bereits der überwiegende Teil in die Klinik nach Schwalmstadt gebracht, auch die sich aktuell noch in der Notaufnahme befindlichen Geräte werden in die Klinik nach Schwalmstadt gebracht“, teilt Zietzsch mit.

Über den 31. März hinaus wird von Asklepios aus Sicherheitsgründen weiterhin ein Wachdienst rund um die Uhr in den Räumlichkeiten postiert.

ÄBD, Tagesklinik und psychatrische Ambulanz bleiben

Ebenfalls noch im Gebäude befindet sich die psychiatrische Ambulanz und Tagesklinik von Vitos Kurhessen sowie der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen. Beim ÄBD ist grundsätzlich immer ein Arzt im Dienst. Zur Unterstützung ist zusätzlich eine medizinische Fachangestellte in der Bereitschaftsdienstzentrale. Der diensthabende Arzt übernimmt sowohl die Patientenversorgung in der Zentrale wie auch die Hausbesuche außerhalb der ÄBD-Öffnungszeiten.

Die Öffnungszeiten in Melsungen sind ab Samstag, 1. April wie folgt: Samstag, Sonntag, Feier- und Brückentage: 11 – 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr.

Die Räumlichkeiten in Melsungen seien für den Betrieb einer Bereitschaftsdienstzentrale leider nicht ganz optimal, heißt es von einem KVH-Sprecher. So sei das Behandlungszimmer eher zu klein und ohne Tageslicht.

Außerdem gebe es leider kein richtiges Wartezimmer. Stattdessen diene der Flur als Wartebereich. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig.
(Damai D. Dewert)

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