Melsunger Bildungsmesse: Speed-Dating, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind Schwerpunkte

Bildungsmesse auf neuem Terrain

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Sie setzen sich wieder für die Melsunger Bildungsmesse ein: Markus Gille (links), Schulleiter der Radko-Stöckl-Schule und Lehrer Thorsten Träger.

Die Melsunger Bildungsmesse geht in die vierte Runde. Sie ist so erfolgreich, dass sie in diesem Jahr ihr Terrain vergrößern musste und daher zum ersten Mal in dem Messezentrum der Edeka Handelsgesellschaft Hessenring in den Pfieffewiesen stattfindet.

Dort werden die 85 Aussteller genügend Platz haben, sich zu präsentieren und um Nachwuchs für ihre Betriebe zu werben. „Dieses Jahr sind 20 Prozent mehr Aussteller vor Ort als im Jahr zuvor“, sagt Markus Gille, Schulleiter der Radko-Stöckl-Schule, die wie in den Jahren zuvor die Messe ausrichtet. Die Messe wendet sich aber nicht nur an die Melsunger Schüler, sondern ist auch für die Schüler aus Felsberg, Spangenberg und Guxhagen eine Plattform für die Berufsinformation. Es kämen auch Schüler aus Eschwege und Rotenburg.

Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr wieder das Speed-Dating sein. Lehrer Thorsten Träger erzählt, dass es im vergangenen Jahr sehr gut bei den Betrieben und Schülern angekommen sei. In diesem Jahr haben sich bereits 38 Betriebe dafür angemeldet, 18 mehr als in 2019. Und auch über 40 Gespräche wurden bereits gebucht. Für das Speed-Dating gab es 2019 von der IHK eine Auszeichnung beim Landeswettbewerb für beste Berufsorientierung für Fachoberschulen in Nordhessen. „Viele Betriebe haben davon positiv berichtet“, sagt Träger. Durch das Speed-Dating seien Praktika angestoßen und auch Ausbildungsplätze vermittelt worden. Unternehmen könnten sich schnell und unkompliziert einen Eindruck von dem Bewerber machen; Schüler bekämen ein Gefühl dafür, ob sie in den Betrieb passen könnten. Derzeit sei der Ausbildungsmarkt geprägt von dem hohen Bedarf der Unternehmen an Fachkräften einerseits und der Unsicherheit bei der Berufswahl bei vielen Schülern andererseits, sagt Gille. Die Bewerberzahlen gingen bei den Betrieben zurück; die Stellen würden zwar noch besetzt, aber die Auswahl sinke.

Auf der anderen Seite sei der Ausbildungsmarkt von einer hohen Abbrecherquote im ersten Jahr geprägt, Tendenz steigend. Dem könne man nur mit rechtzeitiger Information oder Praktikas vor Ausbildungsbeginn entgegenwirken.

Inhaltliche Schwerpunkte der Melsunger Bildungsmesse sind in diesem Jahr Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Dazu werden wieder acht Workshops angeboten.

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Die Digitalisierung halte in vielen Berufen Einzug und verändere die Arbeitswelt, sagt Gille. Das verunsichere viele der jungen Leute. Man könne auf der Messe erfahren, welche Berufe Zukunft haben. Es werden viele Beispiele vorgeführt. Schüler können in den Workshops praktisch arbeiten, stellen Kupferarmbänder an der Werkbank her, probieren aus, wie man Scheinwerfer digital einstellt und es gibt auch Tipps für nachhaltiges Verpacken von Lebensmitteln. In den Workshops man kann auch lernen, welche Rolle Nachhaltigkeit in der pädagogischen Praxis spielt. Es gibt Informationen zu Logistikarbeitsplätzen, dem europäischen Computerführerschein und zur Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Außerdem werden Informationen zur Orientierung für Auslandsaufenthalte angeboten, insbesondere deren Förderprogramme und Angebote werden dort erörtert. zty

Melsunger Bildungsmesse:

Samstag, 15. Februar, von 10 bis 14 Uhr, Messezentrum der Edeka Handelsgesellschaft Hessenring im Industriegebiet in den Pfieffewiesen. Informationen und Anmeldungen: www.radko-stoeckl-schule.de

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