Bauwerk von 1952 muss Neubau weichen

Landkreis investiert 2,7 Mio. Euro für Fuldabrücke in Beiseförth

Beiseförth. Der Landkreis hat am Montag den Startschuss für sein größtes Bauprojekt in diesem Jahr gegeben: Die Fuldabrücke Beiseförth wird abgebrochen und neu aufgebaut.

Das Projekt kostet 2,7 Mio. Euro. Radfahrern und Fußgängern steht bis Ende Oktober eine Ersatzbrücke zur Verfügung. Der Straßenverkehr wird während der Bauarbeiten umgeleitet. Bauzeit wird ein Jahr sein.

Marode: Die 1952 gebaute Fuldabrücke in Beiseförth muss erneuert werden. Sie wird in den nächsten zwölf Monaten abgerissen und neu aufgebaut. Foto: Grugel

Mit 3,7 bewerteten Prüfer jüngst den Bauzustand der Brücke. „Das heißt mangelhaft“, erklärte Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker zum Baustart. Eine Sanierung sei nicht mehr infrage gekommen. Am Neubau beteilige sich das Land Hessen mit gut 1,5 Mio. Euro.

Mit dem Abriss und Neubau hat der Landkreis die Verkehrsmanager von Hessen mobil beauftragt. Deren Bereichsleiter Ferdinand Weber skizzierte die Planung. Danach soll das neue Bauwerk 6,50 Meter breit und auf beiden Seiten mit 1,5 Meter breiten Gehwegen ausgestattet sein. Vom Aussehen her soll es sich besser in die Fuldalandschaft einfügen als das bestehende Bauwerk. Als Referenzobjekt nannte Hessen mobil die Fuldabrücke in Grebenau: Die sei nahezu baugleich mit der für Beiseförth Geplanten.

In den kommenden Wochen prüft Hessen Mobil noch einmal die Pläne auf Herz und Nieren. Anschließend beginnen die Abbrucharbeiten. Dann steht Fußgängern und Radfahrern zur Querung der Fulda eine Pontonbrücke zur Verfügung. Die bauten das Technische Hilfswerk Homberg und Bad Wildungen am Wochenende auf. Sie soll bis in den Herbst aufgebaut bleiben und kostet nach Angaben des Landkreises 72.000 Euro.

Landkreis investiert 2,7 Mio. Euro für Fuldabrücke in Beiseförth

Für die Verkehrssicherheit auf der Pontonbrücke steht die Gemeinde Malsfeld gerade. Benutzt werden kann sie, sobald Restarbeiten – dazu gehört das Anbringen von Leuchten – ausgeführt sind, erklärte Bürgermeister Herbert Vaupel.

Alexander Lorch

Der Brückenbau geht auch Kanuten und Flößer an. Zusammen mit der Wasserschutzpolizei haben die Verantwortlichen den Verkehr auf dem Fluss neu geregelt. So ist Kanuten zu Zeiten von Bauarbeiten die Durchfahrt flussabwärts verboten. Die Wasserwanderer müssen ihr Kanu vor der Brücke an Land ziehen und mit einem Handkarren zu einem Einstieg unterhalb der Pontonbrücke fahren, erläuterte Alexander Lorch von der Wasserschutzpolizei.

Auch die Flößer sind betroffen: Ihre Fahrt endet flussabwärts während der Bauarbeiten in Beiseförth. Wer nach Melsungen will, muss ein Floß in Malsfeld nehmen.

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