Reise nach New York zu gewinnen

Titel „Feuerwehr des Jahres": Altmorschens Feuerwehr ist nominiert

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Sie hoffen auf den Titel „Feuerwehr des Jahres“: Die Mitglieder der Feuerwehr Altmorschen sind für den Conrad Dietrich Magirus-Preis nominiert.

Altmorschen. Die Feuerwehr Altmorschen hat Chancen auf den Titel „Feuerwehr des Jahres". Als eine von insgesamt zehn Feuerwehren aus fünf Bundesländern ist sie für den Conrad Dietrich Magirus-Preis nominiert worden. Zu gewinnen gibt es einen Flug nach New York.

Mehr als 100 Feuerwehren aus ganz Deutschland hatten sich auf den Preis beworben.

Qualifiziert hat sich die Feuerwehr Altmorschen für die Auszeichnung mit ihrem Einsatz beim Silobrand im Raiffeisen-Kraftfutterwerk im August dieses Jahres. „Das ist für uns wirklich unglaublich“, sagt Mirko Möhrke, Wehrführer der Feuerwehr Altmorschen. Schließlich sei Morschen eine kleine Gemeinde, und auch die Feuerwehr Altmorschen bestehe aus gerade einmal 25 Einsatzkräften.

Für die Feuerwehr Altmorschen war der Raiffeisen-Einsatz der bislang größte und längste in ihrer 90-jährigen Geschichte. Vier Tage dauerte es, bis der Silobrand gelöscht war. Einige Feuerwehrleute waren 50 Stunden lang im Einsatz.

Der brennende Rapsexpeller ließ sich nicht mit Wasser oder Schaum löschen - zu groß war die Gefahr einer Explosion. „Bei ähnlichen Einsätzen gab es in der Vergangenheit leider immer wieder Verletzte oder sogar Tote“, sagt Wehrführer Möhrke, „bei uns ist glücklicherweise nichts passiert.“

Bei dem Brand in Altmorschen waren die Feuerwehrleute mit Bedacht vorgegangen und hatten schließlich die Lösung gefunden, wie das Feuer gelöscht werden konnte: mithilfe von Stickstoff.

Dabei wurde die Feuerwehr Altmorschen nicht nur von den anderen Morschener Ortsteilwehren unterstützt, sondern auch von den Brandschützern aus Homberg, Malsfeld, Melsungen und Spangenberg, der B. Braun-Werkfeuerwehr und sogar der Berufsfeuerwehr und der Staatlichen Feuerwehrschule aus Würzburg. „Die Nominierung haben wir auch für die hervorragende Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren erhalten“, sagt Wehrführer Möhrke.

In der Bewertung der Jury heißt es über den Silobrand in Altmorschen: „Ein sehr komplizierter, aufwendiger Einsatz, der in dieser Form selten vorkommt. Besonders das Warten auf die Experteneinschätzung erfordert viel Mut. Das umsichtige und überlegte Handeln ist vorbildhaft. Der Einsatz wurde wirklich sauber gelöst.“ Die Altmorschener können ihr Glück noch nicht richtig fassen: „Die Nominierung allein ist schon eine große Ehre für uns“, sagt Mirko Möhrke. Er und die anderen Brandschützer hoffen nun aber noch auf viele Stimmen beim Online-Voting.

• Voting: Noch bis zum 19. November kann man auf  www.feuerwehrwelt.de abstimmen.

Und das könnte der Preis sein:

Der Conrad Dietrich Magirus-Preis wird jedes Jahr von der Firma Magirus verliehen. Er ist benannt nach dem 1895 verstorbenen Feuerwehrpionier Conrad Dietrich Magirus, der als Erfinder der fahrbaren Feuerwehrleiter gilt.

Die Auszeichnung wird am 21. November in Ulm verliehen. Die Gewinner fliegen nach New York und lernen die Arbeit der Kameraden der dortigen Berufsfeuerwehr kennen. Das Feuerwehrteam des Jahres wird in New York unter anderem verschiedene Feuerwachen besuchen, die Ausbildungsakademie „The Rock“ und das derzeit modernste Löschboot weltweit besichtigen. Neben der Feuerwehr Altmorschen sind folgende Wehren für den Preis nominiert:

• in der Kategorie „Brandbekämpfung“ die Freiwilligen Feuerwehren aus Lengede, Marburg, Hohenkirchen und der Kreisfeuerwehrverband Hof

• in der Kategorie „Soziales Engagement“ die Freiwilligen Feuerwehren Bergheim, Stuttgart/Riedenberg, Sigmaringen, Willstätt/Legelshurst und die Jugendfeuerwehr Deisel.

Von Judith Féaux de Lacroix

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