Nach Kanalarbeiten

Gehwege werden erneuert, Anwohner müssen zahlen

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Sie hoffen, dass die Kosten für die neuen Bürgersteige auf alle Altmorschener verteilt werden: von links Gerti Metz, Kätchen Herbold und Friedhelm Herbold wohnen an der Paul-Frankfurth-Straße.

Morschen. Anwohner der Paul-Frankfurth-Straße in Altmorschen werden in den kommenden Jahren für die Erneuerung der Gehwege an ihrer Straße zur Kasse gebeten.

Wie tief sie in die Tasche greifen müssen, steht allerdings noch nicht fest: Das hängt davon ab, ob die Anlieger der Straße die Kosten allein stemmen müssen, oder ob sie auf alle Bewohner des Ortsteils umgelegt werden.

Darüber haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend noch nicht abgestimmt. Sie fällten aber den Grundsatzbeschluss, dass die Gehwege erneuert werden sollen - und beauftragten den Gemeindevorstand, dafür Fördergeld beim Bund zu beantragen.

Fast im gesamten Verlauf der Paul-Frankfurth-Straße werden derzeit noch Kanal- und Wasserleitungen erneuert. Im Anschluss werden die Gehwege, die durch die Arbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurden, wieder hergestellt.

Gesamtkosten: 500 000 Euro

Die Kosten dafür werden auf 500 000 Euro geschätzt. 50 Prozent dieser Kosten übernimmt die Gemeinde, sie kann aber mit einer Förderung von etwa 62 Prozent rechnen. Damit müsste die Gemeinde noch 95 000 Euro zahlen.

250 000 Euro müssten demnach die Anwohner aufbringen. Nach der derzeitigen Regelung würden nur die Anlieger der Paul-Frankfurth-Straße belastet. Abhängig von der Größe des jeweiligen Grundstücks müsste dann mancher einen Betrag von mehreren Tausend Euro aufbringen.

Die Alternative: Die Gemeinde könnte wiederkehrende Straßenbeiträge einführen. Dann müssten alle Bewohner eines Ortsteils regelmäßig einen kleineren Betrag entrichten. Aus dem Topf, in den dieses Geld fließt, würden dann alle anfallenden Bauarbeiten in dem jeweiligen Ortsteil bezahlt. Allerdings dürfen Einwohner, die erst vor kurzem wegen anderer Straßenarbeiten Beiträge zahlen mussten, bei den wiederkehrenden Straßenbeiträgen nicht zur Kasse gebeten werden.

Die Gemeindevertreter müssten laut Bürgermeister Wohlgemuth spätestens bis zur Kommunalwahl im März 2016 entscheiden, ob wiederkehrende Straßenbeiträge eingeführt werden. „Sonst dauert es bis zum Sommer, bis das Parlament sich neu konstituiert hat.“ Und da die Arbeiten an den Gehwegen bereits 2016 beginnen sollen, käme ein Beschluss dann zu spät.

Von Judith Féaux de Lacroix

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