Arbeitsplätze für Behinderte

B. Braun übergibt Gärtnerei am Kloster Haydau an Baunataler Diakonie

Altmorschen. Die B. Braun Melsungen AG hat 1,8 Millionen Euro in eine Gärtnerei auf dem Klostergelände Altmorschen investiert. Dort werden künftig zwölf Menschen mit Behinderung arbeiten. Jetzt übergab B. Braun die Einrichtung an die Baunataler Diakonie Kassel.

25.000 Quadratmeter umfasst das Gelände mit Küchengarten, Gärtnerei und Gewächshäusern. Ab dem kommenden Frühjahr soll der Betrieb das Hotel Kloster Haydau mit frischem Gemüse und Obst versorgen. Die Produkte werden auch in einem Hofladen angeboten. Dafür wurde das ehemalige Wachhaus in der Nähe der Orangerie neu aufgebaut.

Es war die Idee von Professor Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Salzmann wirtschaftlich zu nutzen und damit auch Menschen mit Behinderung eine Chance zur Beschäftigung zu geben. Betreut werden sie von dem Gärtnerehepaar mit pädagogischer Zusatzqualifikation, Sonja und Bernd Hartmann.

Martin Lüdicke, Vorstand der B. Braun Medical, sprach von einer Wiederbelebung der ehemaligen Gärtnerei Salzmann. Küchengarten und Gärtnerei seien in einer Rekord-Bauzeit entstanden. Das sei eine tolle Leistung der Planer und Handwerker.

„Das ist ein einzigartiges, großartiges Projekt“, sagte Lüdicke, zumal auch längst vergessene Gemüsesorten wieder aufleben. B. Braun, so betonte Lüdicke, folge mit dem Küchengarten dem Unternehmensleitbild, soziale Verantwortung zu übernehmen: „Es ist uns ein Anliegen, Menschen mit Handicap zu unterstützen, ihnen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen, von dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und eine Altersversorgung aufbauen können.“

„Die Idee ist spannend“, sagte Pfarrer Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender der Baunateler Diakonie. Er dankte der Familie Braun für die Initiative und der Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen, die 2600 Quadratmeter des benachbarten Kraftfutterwerks für den Küchengarten zur Verfügung gestellt hat.

Gärtnerei am Kloster Haydau

„Zwölf Menschen mit und ohne Handicap arbeiten in diesem Garten an einem gemeinsamen Ziel“, sagte Bertelmann. Es verbinde sie die Idee eines Bauerngartens, der Tradition und Moderne zusammenführe.

Bertelmann: „Nach alten Plänen und Methoden wurde ein Garten entworfen, der eine Brücke schlägt von der Natur hin zu den Menschen. Die Früchte, die in diesem Garten wachsen, werden nach alten Rezepten verarbeitet.“ Die Menschen, die hier arbeiten, können nach den Worten Bertelmanns entsprechend ihrer Fähigkeiten eine eine sinnvolle Arbeit leisten.

Von Manfred Schaake

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