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Ingo Böhm kandidiert wieder in Morschen

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Von: Barbara Kamisli

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Will gern weitermachen: Ingo Böhm, ist SPD-Mitglied und tritt als parteiunabhängiger Kandidat zur Wahl an.
Will gern weitermachen: Ingo Böhm, ist SPD-Mitglied und tritt als parteiunabhängiger Kandidat zur Wahl an. © Barbara Kamisli

Am 25. September wird in Morschen ein Bürgermeister gewählt. Wir stellen die beiden Kandidaten vor, die sich zur Wahl stellen. Heute Ingo Böhm, der als unabhängiger Kandidat antritt.

Morschen – Ingo Böhm will es noch mal wissen. Der 50-Jährige stellt sich erneut zur Wahl als Bürgermeister von Morschen. „Meine Aufgabe hier ist noch nicht erledigt“, sagt der 50-Jährige. Zwar habe er gemeinsam mit dem Parlament in den vergangenen sechs Jahren viel erreichen können, aber „es gibt noch jede Menge zu tun.“ Wie berichtet, konnte Böhm bei der Wahl im März, zu der er als einziger Kandidat angetreten war, keine Mehrheit für sich gewinnen.

Der Zuspruch vieler Mörscher habe ihn jedoch ermutigt, erneut zu kandidieren. „Mir wurde vorgeworfen, nicht präsent genug gewesen zu sein, das hätte ich besser machen müssen, um die Mörscher dazu zu bewegen, zur Wahl zu gehen“, sagt der 50-Jährige selbstkritisch. Er ist SPD-Mitglied und wird von den Sozialdemokraten unterstützt, tritt aber als parteiunabhängiger Kandidat an.

Böhm sieht noch genug Baustellen: Er wolle die Energiewende weiter in Angriff nehmen. Freilandsolaranlagen seien in Planung und auch für den Bau von Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet wolle er sich weiter einsetzen. Diese würden auch die Finanzen der Gemeinde voranbringen.

Die Haushaltskonsolidierung müsse weiterfortgeführt werden. „Wir haben in den vergangenen Jahren schon sechs Millionen Euro Schulden abbauen können“, sagt Böhm. „Ich wünsche mir, dass wir es uns wieder leisten können, Vereine und Ehrenamtliche zu unterstützen.“ Trotz der guten Arbeit in der Verwaltung sei es wegen fehlenden Personals und durch eine Software-Umstellung nicht so vorangegangen, wie er sich das vorgestellt habe.

Seine Themen sind unter anderem auch die Interkommunale Zusammenarbeit – „aber auf Augenhöhe“ – seniorengerechtes Wohnen, die Jugendarbeit und der Ausbau der Kita- und Krippenplätze. „Einen Jugendpfleger wird die Gemeinde nicht einstellen können“, sagt Böhm. Aber es gebe konkrete Überlegungen, mit den Vereinen zusammenzuarbeiten.

Die Interkommunale Zusammenarbeit wolle er gern ausbauen, doch „die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit Morschens muss dabei erhalten bleiben.“ Es gebe aber bereits mit dem Bauhof der Gemeinde Heinebach und beim Onlinezugangsgesetz mit mehreren Kommunen im Kreisteil eine gute Zusammenarbeit.

Der Ausbau der Kita- und Krippenplätze ist dringend notwendig, nicht nur weil es gesetzlich vorgeschrieben sei, sondern weil die Gemeinde so attraktiv für junge Familien bleibe. Doch Böhm sieht in dieser Angelegenheit auch das Land in der Pflicht. Es gehe nicht an, dass immer neue Forderungen gestellt werden, ohne den Kommunen eine Perspektive zur Finanzierung zu geben. „Da erwarte ich mehr Unterstützung vom Land.“

Als Böhm vor sechs Jahren das erste Mal angetreten ist, habe er nicht genau gewusst, was ihn erwarte. Jetzt sagt er: „Bürgermeister zu sein, ist der abwechslungsreichste Job, den man sich vorstellen kann und macht wahnsinnig viel Spaß, weil man so viel erreichen kann.“

Termin: Beim HNA-Lesertreff am Mittwoch, 14. September, 19 Uhr, im Klosterpark stellen sich die Kandidaten, Ingo Böhm und Roland Zobel, auf dem Podium den Fragen des Publikums und der Moderatoren. (Barbara Kamisli)

Das ist Ingo Böhm

Ingo Böhm (50) stammt aus Altmorschen. Nach dem Abitur in Melsungen studierte er an der Finanzverwaltungsfachhochschule in Rotenburg mit dem Abschluss Diplom-Finanzwirt. In Göttingen studierte er Jura. Der 50-Jährige arbeitete anschließend in Hamburg in großen Unternehmen als Teamleiter im Forderungsmanagement. 2016 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde Morschen gewählt. Der 50-Jährige ist liiert. Er hat einen Sohn und eine Tochter. In seiner Freizeit reist er gern, fotografiert und werkelt im Haus herum.

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