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Roland Zobel (FDP) möchte in Morschen ein Moderator sein

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Von: Barbara Kamisli

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Lebt gern auf dem Land: Roland Zobel wohnt seit 2008 im Mörscher Ortsteil Eubach und kandidiert nun für das Amt des Bürgermeisters.
Lebt gern auf dem Land: Roland Zobel wohnt seit 2008 im Mörscher Ortsteil Eubach und kandidiert nun für das Amt des Bürgermeisters. © Barbara Kamisli

Am 25. September wird in Morschen ein Bürgermeister gewählt. Wir stellen die beiden Kandidaten vor, die sich zur Wahl stellen. Heute der Kandidat der FDP: Roland Zobel.

Morschen – Roland Zobel ist ein Zugezogener. Zwar lebt der 50-Jährige seit 2008 in Eubach, dennoch kannten ihn bis zu seiner Kandidatur für das Bürgermeisteramt die wenigsten in Morschen – wie er selbst sagt. Lokalpolitisch war er bisher nicht aktiv.

Warum er nun für die FDP kandidiert, das werde er häufig gefragt, sagt der 50-Jährige. „Ich kann nicht verheimlichen, dass ich überzeugter FDPler bin.“ Aber trotzdem habe auf Gemeindeebene Parteipolitik keinen Platz. „Ich will Bürgermeister aller Mörscher sein und im Parlament sachorientiert arbeiten“, sagt Zobel.

Dass er nicht aus Morschen stammt, sieht der 50-Jährige durchaus als Vorteil. „Ich habe keine Familienbande hier und keine Konflikte.“ Er möchte die Rolle des Moderators einnehmen und „eine Verbindung zum Rathaus herstellen“. „Wir müssen mehr miteinander reden und Synergien schaffen“, sagt Zobel. Denn nicht immer ginge es ums Geld. In Morschen gebe es viele Experten, deren Wissen und Engagement für die Gemeinde genutzt werden könne. Er möchte die Menschen an einen Tisch bringen und miteinbinden.

Dass Morschen geldtechnisch nicht gut ausgestattet ist, weiß Zobel. Das sei kein Alleinstellungsmerkmal, da gehe es anderen Kommunen genauso. „Die Situation mit der vorläufigen Haushaltsführung muss man aber in den Griff bekommen“, sagt Zobel. Aufgrund fehlender Jahresabschlüsse gibt es in Morschen keinen genehmigten Haushalt. Eine Patentlösung, wie das mit wenig Mitarbeitern in der Verwaltung gehen kann, hat auch der 50-Jährige nicht.

Was fehlt in Morschen, sagt Zobel, seien Seniorenrat und Jugendpfleger. „Wenn wir junge Menschen halten wollen, müssen wir positive Assoziationen wecken.“ Gewerbeansiedlung sei ebenfalls wichtig. Die kann Zobel sich vor allem aus dem touristischen Sektor vorstellen. Dass der Bedarf da sei, zeige die Akzeptanz des Ratskellers in Neumorschen. Altersgerechtes Wohnen sei ebenfalls ein Thema.

„Da muss man sehen, dass man auch Investoren von außerhalb findet“, sagt der 50-Jährige. Morschen habe ja das Glück, „dass wir ganz hübsch sind“. Eine gute Bahnanbindung, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte seien vorhanden – alles Vorteile, die man herausstellen müsse. „In Morschen ist mehr gut, als schlecht.“ Er sei ganz bewusst aufs Land nach Eubach gezogen. „Es ist weniger anonym hier als in der Stadt.“ Zobel ist in Nordrhein-Westfalen geboren und in Limburg (Lahn) aufgewachsen.

Um die Gemeinde noch attraktiver zu machen, sei schnelles Internet nötig, um den Menschen und Unternehmen in Morschen mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Was die Wahl am 25. September angehe, freue er sich, dass es nur zwei Kandidaten sind, die zur Wahl antreten. „So wird es am Wahlsonntag eine Entscheidung geben.“

Sollte er gewählt werden, sei ihm bewusst, dass sich vieles ändern werde. „Als Bürgermeister ist man eine öffentliche Person, das ist mir klar.“ Deshalb habe er die Entscheidung, für das Amt zu kandidieren, vorher mit seiner Lebensgefährtin besprochen. „Ich würde es nicht machen, wenn ich nicht ihre volle Unterstützung hätte.“

Termin: Beim HNA-Lesertreff am Mittwoch, 14. September, 19 Uhr, im Klosterpark stellen sich die Kandidaten, Ingo Böhm und Roland Zobel, auf dem Podium den Fragen des Publikums und der Moderatoren. (Barbara Kamisli)

Das ist Roland Zobel

Roland Zobel (50) ist in Nordrhein-Westfalen geboren. Aufgewachsen ist er in Limburg (Lahn). Zobel studierte Politikwissenschaften, arbeitete in der Marktforschung und für verschiedene Verlage unter anderem im Vorstand des Melsunger Verlages Neumann-Neudamm. Zurzeit ist er als Marketingmanager bei der Nürnberg Messe tätig.
Der 50-Jährige ist liiert und lebt seit 2008 in Mörscher Ortsteil Eubach. In seiner Freizeit fährt er gern Rad, reitet und jagt. Er hat mit seiner Lebensgefährtin zwei Pferde und einen Hund.

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