Dorfgemeinschaftshaus in Konnefeld wurde für 400.000 Euro saniert

Ein Schmuckstück: Kleinigkeiten gibt es im Außenbereich laut Ortsvorsteher Friedhelm Holl noch zu erledigen (großes Foto). Die Umrandung für die Terrasse fehlt zum Beispiel noch. Innen (Foto rechts oben) konnte im großen Saal, die Gipsdecke von 1972 erhalten werden. Den Eingang zum Dorfgemeinschaftshaus kann man auch wegen der neuen roten Tür nicht verfehlen. Fotos: Kamisli

Konnefeld. Lange mussten die Konnefelder auf ihr Dorfgemeinschaftshaus verzichten, aber das Warten hat sich gelohnt.

Das Gebäude, das zum Teil aus dem Jahr 1846 stammt und das bereits seit 1972 als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, wurde komplett entkernt, energetisch saniert und barrierefrei umgebaut. Entstanden ist ein modernes Haus, das vielfältig genutzt werden kann.

#Das Ergebnis kommt im Ort gut an, weiß Ortsvorsteher Friedhelm Holl. „Die Identifikation mit dem DGH ist da.“ Der lange Verzicht habe die Wertschätzung für das Haus noch einmal gesteigert. Für das Vereinsleben - es gibt acht Vereine und eine Vereinsgemeinschaft - sei das Haus enorm wichtig. Lediglich der Grundriss des Gebäudes ist geblieben. Bei den Arbeiten, die im September 2013 begonnen haben, gab es auch Überraschungen. So habe man unter den Dielen im vorderen Bereich statt einer Bodenplatte laut Holl nur normalen Erdboden gefunden. Rund 400 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet, 250 000 Euro gab es aus dem Dorferneuerungsprogramm, sagt Manuel Stephan vom Bauamt der Gemeinde Morschen. Auch die Konnefelder haben mit angepackt. „25 000 Euro Eigenleistung stecken da drin“, sagt Holl. Zudem habe die Vereinsgemeinschaft aktuell 3500 Euro für neue Tische beigesteuert, bereits vor dem Umbau beteiligte sie sich mit demselben Betrag an der Anschaffung neuer Stühle.

Außen ist das Haus in einem freundlichen Braunton gehalten, außerdem wurde auf zwei Seiten eine Terrasse angelegt, die teilweise überdacht ist. Ein paar kleinere Arbeiten müssten im Außenbereich noch erledigt werden, sagt Holl.

Innen sorgen bodentiefe Fenster dafür, dass die Räume lichtdurchflutet sind. Die großen Fenster an der Südseite haben auch noch einen anderen Effekt, erklärt Ortsvorsteher Friedhelm Holl. „Wenn die Sonne scheint, haben wir sozusagen eine indirekte Heizung.“ Das ganze Haus, das eine Grundfläche von rund 200 Quadratmetern hat, wird über eine Gas-Fußbodenheizung beheizt. Auch die Toiletten, die sich vorher in einem Nebengebäude befanden, sind nun in das Dorfgemeinschaftshaus integriert. „Deshalb war kein Platz mehr für die Theke“, sagt Holl. Künftig wird es eine mobile Thekenanlage geben, die am zwei Stellen im großen Saal angeschlossen werden kann.

In drei verschieden große Räume kann das Gebäude laut Holl unterteilt werden. Doch nicht nur für Vereine, Kirchengemeinde und Feiern steht das DGH jetzt wieder zur Verfügung, sondern es wird auch ein Bürgercafé geben. „Das Dorfgemeinschaftshaus soll mit dem Dorfplatz der Mittelpunkt des Ortes werden“, wünscht sich Friedhelm Holl.

Aber auch als Ort für Tagungen eigene sich das Haus, sagt der Ortsvorsteher. Die Vereinsgemeinschaft habe bereits eine Satellitenschüssel angeschafft, ein Beamer soll demnächst folgen.

•Kontakt: Kornelia Holl, Tel. 05664/8929

Von Barbara Kamisli

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