25 Jahre Förderverein Kloster Haydau: Gartenfest am 14. Juni

Altmorschen. Ein großes Gartenfest feiert der Förderverein Kloster Haydau am Sonntag, 14. Juni. Anlass ist das 25-jährige Bestehen des Vereins.

Es soll ein Dankeschön sein für alle, die sich für das Kloster engagieren, aber auch die Möglichkeit bieten, die Anlage kennenzulernen. „Wir können stolz sein, auf das, was wir in den Jahren geschafft haben“, sagt Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, der seit 25 Jahren Vorsitzender des Vereins ist. Er sei dankbar, dass so viele mitgeholfen haben.

Einer, der sich schon früh für die Rettung des Klosters eingesetzt hat, war Waltari Bergmann, erinnern sich Waltraud Schmelz, Rainer Wittich und Günter Schäfer, die zu den Gründungsmitgliedern gehören. Der Mörscher Pädagoge und Heimatforscher habe immer wieder gemahnt: „Rettet das Kloster.“ 1985 rief er dann Politiker öffentlich dazu auf, sagt Geschäftsführer und Stiftungsvorstand Joachim Kohlhaas, der damals Bürgermeister von Morschen war.

1986 konnte mit der Sanierung begonnen werden. 16 Millionen Mark waren dafür veranschlagt. Jeweils 49 Prozent kamen vom damaligen Ministerium für innerdeutsche Beziehungen und dem Land Hessen sowie zwei Prozent vom Landkreis, sagt Kohlhaas.

Zwei Personen werden häufig im Zusammenhang mit der Sanierung genannt. Der ehemalige Landeskonservator und Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Prof. Gottfried Kiesow, und die ehemalige Bezirksdenkmalpflegerin Katharina Thiersch.

„Wir können stolz sein, was wir in den Jahren geschafft haben.“

Kiesow, der verstorbene Gründer der deutschen Stiftung Denkmalpflege, sagt Joachim Kohlhaas, habe sich unter anderem dafür eingesetzt, dass die Stiftung und der Förderverein Kloster Haydau gegründet werden, um die rund 15 Millionen Euro teure Sanierung zu Ende bringen zu können und die Anlage später zu unterhalten.

Katharina Thiersch engagiere sich - obwohl bereits im Ruhestand - bis heute mit ihrem Fachwissen für das Kloster und die Gartenanlage.

Manch einer habe sich gefragt, ob es sich überhaupt lohnt, in das Kloster zu investieren. Er habe immer gesagt: „Ihr werdet schon sehen, wie schön das wird“, erinnert sich Braun.

Ab 1995 wurden die Gebäude bereits als Kultur- und Kommunikationszentrum genutzt. Der Kulturring, der genau wie der Arbeitskreis Ortsgeschichte zum Förderverein gehört, sorgt seitdem für die kulturelle Belebung der Anlage, die 2001 offizell eröffnet wurde.

Als alte Pläne des Gartens und historische Pflanzlisten auftauchten, begann der Förderverein auch die Park- und Gartenanlage nach historischem Vorbild wieder aufzubauen. 1,1 Millionen Euro seien bisher in den Park geflossen, sagt Michael Appel von der Geschäftsstelle.

Die Gemeinde Morschen ist dem Verein für dieses Engagement dankbar. Bürgermeister Herbert Wohlgemut sagt: „Was wäre das Kloster Haydau ohne den Förderverein.“ Die Gemeinde könnte das, was der Förderverein leistet, selbst nicht stemmen.

Das Programm zum Gartenfest lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Melsunger Allgemeinen.

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