Aufbau dauert nur einigeTage

Kurios: Gemeindezentrum Altmorschen kommt in Einzelteilen aus Spangenberg

Fix und Fertig: In den Produktionshallen werden die Bauteile für das Gemeindezentrum in Altmorschen zusammengebaut. Unser Bild zeigt Tischler Carsten Gonnermann beim Einbau der Fenster. Fotos: Kamisli

Morschen/Spangenberg. Das neue Gemeindezentrum für Altmorschen gleicht derzeit noch einem großen Puzzle.

Wo auf anderen Baustellen die Wände Stein für Stein in die Höhe wachsen, werden die Wände, Decken und das Dach des Holzhauses bereits fertig montiert geliefert. In den Produktionshallen der Firma Kühlborn in Spangenberg werden die 150 Bauteile gerade zusammengebaut.

Was für den Laien wie ein Gebinde mit verschieden langen Balken aussieht, ist zum Beispiel eine Innenwand. Eine Maschine schneidet gemäß den Plänen jedes einzelne Holzteil exakt zu, die Zuschnitte werden nummeriert und nach Bauteil gebündelt, erklärt Holzbauingenieur Florian Hamacher. Auch die fertigen Hausteile werden nummeriert.

In den Hallen befinden sich mehrere riesiges Montageplattformen, auf denen die Balken dann mit entsprechenden Deckplatten - je nachdem, ob Außen-, Innenwand oder Geschossdecke - versehen, aufgerichtet und für den Transport verladen werden.

„Der Aufbau vor Ort dauert dann vielleicht noch drei Tage“, sagt Hamacher, der bei Kühlborn für die Arbeitsvorbereitung zuständig ist. Mitte Juni soll es soweit sein.

Auch die Fenster des dreigeschossigen Baus werden bereits im Werk in Spangenberg eingesetzt. Außerdem werden in den Wänden Leerrohre verlegt, durch die später zum Beispiel Elektroleitungen laufen können, erklärt Hamacher. Auch Vorbereitungen für den Sonnenschutz wie etwa Kabel und Rollladenkästen werden bereits im Werk eingebaut.

In die Außenwände wird zur Wärmedämmung Zellulose hineingeblasen, während die Wänden für den Innenbereich mit einer Mineralwolle gedämmt werden.

750 Quadratmeter Nutzfläche wird das rund 1,4 Millionen Euro teure Gemeindezentrum haben. Im Erdgeschoss wird - wie bereits berichtet - die Tagespflege der Diakoniestation Fulda-Eder untergebracht, in der ersten Etage weitere Räume für die Diakonie, der Pfarrsaal und das Pfarrbüro, im zweiten Geschoss wird eine Wohnung für den Pfarrer entstehen. Die Kirchengmeinde wird später die Räume an die Diakoniestation Fulda-Eder vermieten. Hamacher rechnet damit, dass rund zehn Transporter nötig sein werden, um die Bauteile nach Altmorschen zu bringen. Darunter wird auch ein 12,50 Meter hoher Aufzugschacht aus Holz sein, der fertigmontiert transportiert werden wird. Dass selbst der Schacht für den Aufzug aus Holz gefertigt wird, sei etwas besonderes, sagt der Holzbauingenieur. „In der Regel sind auch in Holzhäusern die Aufzugschächte aus Beton“, sagt er. Sechs bis sieben Mitarbeiter werden zum Aufbau nötig sein, schätzt Hamacher. Man werde Geschoss für Geschoss aufbauen. Immer von außen nach innen. „Wenn das Haus steht, können Folgegewerke wie Elektriker und Maler sofort starten“, sagt der 36-Jährige.

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