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Leni und Alfred Steube aus Wichte feiern Diamantene Hochzeit

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Leni und Alfred Steube, heute (links) und vor 60 Jahren: Sie lernten sich bei einem Kinobesuch kennen und schauen nun auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück.
Leni und Alfred Steube, heute (links) und vor 60 Jahren: Sie lernten sich bei einem Kinobesuch kennen und schauen nun auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück. © Hanne Braun

Vor 60 Jahren, am 3. November 1962, gaben sich Leni und Alfred Steube das Ja-Wort. Das Ehepaar verbindet viele gemeinsame Urlaube und fast 50 Jahre im Kegelverein.

Wichte – Am Melsunger Bahnhof trafen sich Leni und Alfred Steube das erste Mal, um ins Kino zu gehen. Alfred kam mit dem Zug von Morschen und hatte Lenis Freundin und deren Schwester dabei. Leni wartete am Bahnhof auf ihre Freundin Helga. Zu viert gingen sie ins Kino. „Er hatte die freie Wahl zwischen drei Mädels“, sagt Leni schmunzelnd. Er entschied sich für Leni, geborene Bähr. Heute feiern sie ihre Diamantene Hochzeit.

Nach dem gemeinsamen Kinobesuch kam es zur Verabredung. Nur einmal am Wochenende trafen sie sich, schließlich musste Alfred mit dem Fahrrad von Wichte an den Altmörscher Bahnhof fahren und dann mit dem Zug nach Melsungen.

1960 hatten sich die beiden verlobt und heirateten am 3. November 1962 in Wichte. Alfred Steube wurde 1940 geboren und ist ein waschechter Wichter Junge. Er hat drei Geschwister. In seinem Elternhaus, wo er geboren wurde, lebt er heute noch mit seiner Frau. Acht Jahre besuchte er die Wichter Dorfschule und begann dann eine Maurerlehre in Kassel. Täglich musste er bereits um fünf Uhr zur Arbeit fahren und kam erst abends um 19 Uhr wieder in Wichte an.

Nach eineinhalb Jahren musste er die Lehre in Kassel abbrechen und beendete die Ausbildung dann bei der Firma Zamzow in Melsungen. Neun Jahre arbeitete er dort, bis er 1964 ins Beiserhaus nach Rengshausen wechselte. Dort betreute und unterrichtete er als Lehrgeselle Jugendliche im Maurerhandwerk. Im Jahr 2000 ging er in Rente.

Leni wurde 1942 in Homberg-Lembach geboren, als Kind zogen die Eltern nach Melsungen, wo sie in der Stadtschule eingeschult wurde. Leni hat acht Geschwister, sie war das fünfte Kind. Nach der Schulzeit half sie in der Landwirtschaft auf dem Gut Fahre und führte später den Haushalt bei der Familie Sostmann in Melsungen.

Leni und Alfred Steube, heute (links) und vor 60 Jahren: Sie lernten sich bei einem Kinobesuch kennen und schauen nun auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück.
Leni und Alfred Steube, heute (links) und vor 60 Jahren: Sie lernten sich bei einem Kinobesuch kennen und schauen nun auf 60 gemeinsame Ehejahre zurück. © Repro: Hanne Braun

In den 1960er-Jahren wurde das Elternhaus der Steubes umgebaut und erweitert, schließlich lebten dort zeitweilig drei Generationen. „Wir sind von Zimmer zu Zimmer gezogen und haben ein Stück nach dem anderen gemacht“, sagt Alfred. Tochter Bettina wurde 1964 geboren, Lydia 1968 und Marc 1975. Heute gehören noch drei Enkelkinder und ein Urenkel zur Familie.

Ein gemeinsames Hobby des Ehepaars ist das Kegeln. „Seit 46 Jahren kegeln wir jetzt im Verein Gut Holz Wichte im Dorfgemeinschaftshaus“, berichten die beiden. Leni strickt gern, beispielsweise Kinderschuhe mit passenden Mützen, Handschuhe und viele bunte Socken. Marmeladen kochen mit Obst aus dem eigenen Garten, macht ihr ebenso Spaß. Obst oder Socken verkauft sie dann einmal jährlich auf Flohmärkten, was ihre große Leidenschaft ist. Mit den Erträgen versorgt sie die Familie oder spendet ans Rote Kreuz. Außerdem war sie im Gesangsverein Wichte zu hören.

Alfred war aktiv bei der Feuerwehr in Wichte, darunter 15 Jahre als Kassierer. „Er war sehr streng, die Kasse musste ja stimmen“, sagt Leni über ihren Mann. Sein Hobby war die Kneipe, wo er zum Frühschoppen ging. Eines der Kinder war immer dabei.

In den Urlaub ging es an die Nordsee, Bad Füssing oder Berchtesgaden – mit dem Auto oder dem Bus. Mit den Keglern waren sie auch mal in Monaco.

„Wir haben uns immer verstanden, und wenn es Meinungsverschiedenheiten gab, haben wir darüber gesprochen. Nach jedem Regen gibt’s auch wieder Sonnenschein, wir machen alles zusammen“, sagt die Jubilarin über das Glück der langen Ehejahre. Als glücklichste Tage der Ehe bezeichnen sie ihre Hochzeit und die Geburt ihrer Kinder. (Hanne Braun)

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