Gemeindevertreter beschließen Beitritt

Morschen wird Mitglied im Naturpark Knüll

Teil des Naturparks: Bislang liegt nur der Ortsteil Wichte im Bereich des Naturparks Knüll. Wenn es nach den Mörschern geht, soll sich das aber mittelfristig ändern.
+
Teil des Naturparks: Bislang liegt nur der Ortsteil Wichte im Bereich des Naturparks Knüll. Wenn es nach den Mörschern geht, soll sich das aber mittelfristig ändern.

Die Gemeinde Morschen wird Mitglied im Naturpark Knüll. Das beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig bei ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag.

Morschen - Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit des Naturparks Knüll sind die Förderung regionaler Produkte, die Arten- und Biotopvielfalt in der Region, ein hochwertiges Wander- und Radwegeangebot und die Vernetzung der Umweltbildungsangebote. „Da wollen wir uns gern einbringen“, sagt Bürgermeister Ingo Böhm.

Es gehe dabei um eine Vernetzung und Kooperation über Kreisgrenzen hinweg.

In Morschen liege derzeit nur der Ortsteil Wichte im Ausläuferbereich des Naturparks Knüll, aber man strebe an – dieser Wunsch sei auch in der Gemeindevertretung geäußert worden – dass weitere Ortsteile links der Fulda – Konnefeld, Neumorschen und Binsförth – aufgenommen werden. Insgesamt sollen 17 Kommunen aus den Landkreisen Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg dem Naturpark Knüll angehören. 14 davon gehören zum Zweckverband Knüllgebiet, der die Trägerschaft übernimmt – drei, darunter auch Morschen, können selbst entscheiden, ob sie Mitglied werden wollen. Insgesamt hat der Naturpark eine Fläche von 83 258 Hektar mit 60 000 Einwohnern.

In Morschen verspricht man sich durch die Kooperation über die Kreisgrenzen hinweg eine bessere Vernetzung und ein koordiniertes Auftreten, was die Präsentation der Themen angeht. „Wir sind im Beirat vertreten und können dadurch auch mitgestalten“, sagt Böhm.

Es geht laut Böhm beim Naturpark Knüll nicht um eine neue Variante der touristischen Vermarktung. „Wir wollen uns ja nicht selbst Konkurrenz machen.“ Vielmehr sollen die Angebote laut Konzept über die vorhandenen touristischen Arbeitsgemeinschaften wie etwa die Erlebnisregion Mittleres Fuldatal, Rotkäppchenland, GrimmHeimat und die Stadt Bad Hersfeld beworben werden. In der Startphase werden Mittel des Landes Hessen zur Verfügung stehen, heißt es im Konzept. Außerdem zahlt jede Kommune eine Grundumlage von 500 Euro jährlich, weitere Kosten hängen von der Einwohnerzahl ab. Morschen wird die Mitgliedschaft aber maximal 1000 Euro im Jahr kosten. (Barbara Kamisli)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.