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Morschens künftiger Bürgermeister Roland Zobel legte Amtseid ab

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Von: Helmut Wenderoth

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Ab Dienstag Amtskollegen: Körles Bürgermeister Mario Gerhold (links) war bei der Amtseinführung von Morschens künftigem Bürgermeister Roland Zobel zu Gast.
Ab Dienstag Amtskollegen: Körles Bürgermeister Mario Gerhold (links) war bei der Amtseinführung von Morschens künftigem Bürgermeister Roland Zobel zu Gast. © Helmut Wenderoth

Der neugewählte Bürgermeister der Gemeinde Morschen, Roland Zobel, hat am Donnerstagabend seinen Amtseid abgelegt. Mit ihm soll wieder Ruhe in der Gemeinde einkehren.

Altmorschen – Roland Zobel ist am 25. September von den Mörschern zum Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Ingo Böhm gewählt worden. Am Dienstag, 1. November, tritt er sein Amt in der Verwaltung an.

In der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag wurde die Gültigkeit der Wahl einstimmig beschlossen. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Sven Steuber, nahm dem neu gewählten Bürgermeister den Amtseid ab. Anschließend erhielt er die Ernennungsurkunde. Für die nächsten sechs Jahre steht Zobel jetzt an der Spitze der Verwaltung.

Bei der Amtseinführung war die Orangerie im Kloster Haydau bis auf den letzten Platz gefüllt. Außer Gemeindevertretung und Gemeindevorstand waren Einwohner, Vertreter der im Gemeindeparlament vertretenen Parteien und der benachbarten Kommunen, Vereine und Firmen sowie Landrat Winfried Becker gekommen.

Sie überbrachten dem neuen Bürgermeister Glückwünsche zur Wahl. Die Vertreter aller in Morschen vertretenen Parteien sagten Zobel ihre Unterstützung zu. Alle bestätigten den Willen zur Zusammenarbeit mit dem neuen Mörscher Rathauschef. Sie sagten, dass alle Entscheidungen zum Wohle von Morschen geschehen müssten – über Parteigrenzen hinweg.

Als erster Gastredner überbrachte Becker die Glückwünsche der Landkreisgremien. Er bot Zobel die Unterstützung des Landkreises an, sagte aber auch, dass Zobel in einer besonderen Zeit mit Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine und Energiekrise das Amt übernommen habe. Becker sei aber der Überzeugung, dass sich jetzt in Morschen alles zum Guten wenden wird. Er sprach zudem über die Besonderheit der Wahl in Morschen: In den 34 Jahren in denen er kommunalpolitisch aktiv sei, habe er es noch kein Mal erlebt, dass in einer Gemeinde in so kurzer Zeit zwei Bürgermeisterwahlen stattfanden.

Bevor Zobel Bürgermeister wurde, waren zwei Wahlen nötig. Bei der ersten Bürgermeisterwahl im März hatte der einzige Kandidat Ingo Böhm nicht die erforderliche Mehrheit erhalten. Daher kam es am 25. September zu einer zweiten Wahl bei der der Kandidat der FDP, Roland Zobel, 56,16 Prozent der Stimmen bekam.

Für die Gruppe der Bürgermeister im Schwalm-Eder-Kreis überbrachte Mario Gerhold, Bürgermeister von Körle, die Glückwünsche. Er sagte zu Zobel, dass es für ihn ab Dienstag nicht langweilig wird. Er hat sich mit seiner Kandidatur und der folgenden Wahl einer Aufgabe gestellt, die viel Abwechslung bringen, aber auch eine Lebensaufgabe sein wird.

In seiner Ansprache betonte der neue Bürgermeister das Engagement der Mörscher. Gemeinsam würden sie Morschen weiter nach vorne bringen. Seit März habe sich die Gemeinde im Wahlkampf befunden. Dies habe, auch unter den Mitarbeitern der Gemeinde, viel Unruhe und Unsicherheit gebracht. Damit sei jetzt Schluss. „Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln. Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit mit allen Gremien und Parteien“, sagt Zobel. „Wir müssen zu einer konstruktiven Streitkultur kommen. Gemeinsam wollen wir einen guten Weg zur Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinde und damit der Menschen die in Morschen leben, finden.“

Zobel sagte außerdem, dass er sich auf die neue Aufgabe freue. Er rief Verantwortliche und Einwohner auf, in Lösungen zu denken und nicht in Problemen. Gemeinsam könne man viel erreichen. „Ich möchte mein Amt überparteilich ausführen, hoffe dabei auf die Unterstützung aller“, sagt Zobel „Morschen muss liebens- und lebenswert bleiben.“ (Helmut Wenderoth)

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