Neuer Hofladen in Altmorschen wird eröffnet

Mögen die Arbeit in der Natur: Die Mitarbeiter des Küchengartens von links Björn Hawlitschek, Lisa Giessler und Britta Seng.

Altmorschen. Salat, Kräuter, Tomaten und Obst - im Küchengarten in Altmorschen wächst und gedeiht ein buntes Sortiment. Am 1. Juli eröffnet nun auch der Hofladen im ehemaligen Wachhaus.

Jeden Mittwoch werden dort künftig von 10 Uhr bis 12 Uhr saisonales Obst und Gemüse sowie Pflanzen und Eier, als auch Honig aus der Region und Bio-Säfte angeboten. Acht Menschen mit und ohne Behinderung sind derzeit in der Gärtnerei an der Landgrafenstraße hinter der Klosteranlage beschäftigt. „Es sollen aber zwölf Arbeitsplätze werden“, sagt Silvia Kann-Staudt, Projektleiterin Küchengarten bei der Baunataler Diakonie Kassel (bdks), die die Trägerschaft für den Garten übernommen hat.

Wie berichtet, hat die B. Braun Melsungen AG 1,8 Millionen Euro in die Anlage auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Salzmann investiert und im vergangenen Oktober an die Baunataler Diakonie Kassel übergeben.

Mobiler Hühnerstall: Gärtner Bernd Hartmann ist auch Herr über 225 Hühner. Fotos: Kamisli

„Schon jetzt kommen Menschen aus der Umgebung ins Gewächshaus und kaufen ein“, sagt Bernd Hartmann, der gemeinsam mit seiner Frau Sonja die Gärtnerei leitet. Der 54-Jährige lebt derzeit mit seiner Familie in Bad Zwesten, ist aber gerade auf der Suche nach einem Haus in der näheren Umgebung. Neben dem Direktverkauf beliefere man auch das Hotel Kloster Haydau mit Gemüse, Kräutern und Eiern, sagt Hartmann. Die stammen von den 225 freilaufenden Hühnern, die ebenfalls zum Betrieb gehören und in einem mobilen Hühnerstall schlafen und Eier legen.

Regelmäßig wechseln die Hühner den Standort auf dem Gelände. Diese Haltungsform ist laut bdks nach den Standards des Biolandverbandes zertifiziert. Das Angebot im Wachhaus werde alle zwei Wochen aktualisiert und später sollen auch die Verkaufszeiten ausgeweitet werden, sagt Silvia Kann-Staudt von der bdks.

Unter dem was auf der Fruchtterrasse, in den Beeten, auf den Äckern, auf der Streuobstwiese und in den Gewächshäusern angebaut wird, sind auch historische Sorten. „Wir bauen zum Beispiel bei den Kartoffeln das Bamberger Hörnchen an“, sagt Hartmann. Das sei eine der ersten Kartoffelsorten, die es in Deutschland gegeben habe. Außerdem sollen bald auch Kiwis, Thaibeeren und Wein auf dem 25.000 Quadrameter großen Gelände gedeihen.

Ein Schaugarten ist in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel entstanden. Im Garten der vier Weltreligionen wachsen seltene Kräuter aus Afrika, Europa, Asien und Amerika, erläutert Hartmann.

Die Vielfalt im Küchengarten, die mag auch Mitarbeiterin Britta Seng besonders gern: „Ich bin gern in der Natur und mag die Arbeit mit den vielen verschiedenen Pflanzen.“

Öffnungszeiten

Wachhaus: Jeden Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr.

Küchengarten: Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 16 Uhr und Freitag von 8 Uhr bis 14 Uhr.

Kontakt: Tel. 05664/9322031 oder Bernd Hartmann unter Tel. 0170/9545674

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.