Grundmauern stammen aus 14. Jahrhundert

Neuer Pächter für Ratskeller in Neumorschen gesucht

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Steht derzeit leer: Bürgermeister Ingo Böhm vor dem Ratskeller in Neumorschen, für den die Gemeinde einen neuen Pächter sucht. 

Neumorschen. Die Gemeinde Morschen sucht einen neuen Pächter für den Ratskeller in Neumorschen. Seit Mai stehen die Räume nun leer.

Die Gaststätte – bis vor Kurzem befand sich ein Thai-Restaurant in dem Gebäude – und die darüberliegende Wohnung stehen seit Ende Mai 2018 leer.

Der Schankraum mit Theke ist laut Gemeindeverwaltung rund 55 Quadratmeter groß, die Wohnung im ersten Stock hat zirka 95 Quadratmeter. Es gibt bei der Gaststätte einen Kühlraum sowie eine eingerichtete Küche.

Hinter dem Ratskeller befindet sich der Reesestall, den die Neumorschener als Dorfgemeinschaftshaus nutzen. Den sollte der neue Pächter laut Bürgermeister Ingo Böhm möglichst auch bewirtschaften. Auch die Möglichkeit zur Außenbewirtung gibt es laut Gemeindeverwaltung auf der Fläche zwischen Ratskeller und Reesestall. Böhm sieht in Neumorschen durchaus Potenzial für einen weiteren Gastronomiebetrieb. „Wir sind aber für jegliche Art der Nutzung offen“, sagt Böhm. Wenn jemand ein kreatives Konzept anzubieten habe, werde die Gemeinde das nachhaltig unterstützen.

Die Kaltmiete liege bei 500 Euro für das gesamte Gebäude. Laut Böhm muss sich der künftige Pächter aber auf höhere Heizkosten als beispielsweise bei einem modernen Haus einstellen, da das Fachwerkhaus nicht wärmegedämmt ist. 

In seiner heutigen Form stammt das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert – so schreibt es Waltari Bergmann in seinem Buch Tausendjähriges Morschen.

Hier befindet sich der Ratskeller in Neumorschen

Die Grundmauern sollen aber wohl aus dem 14. Jahrhundert stammen. In Bergmanns Buch heißt es weiter, dass das Gebäude, nachdem es zwischenzeitlich verschiedene private Besitzer hatte, seit 1956 wieder im Besitz der Gemeinde Morschen ist.

1984 wurde der Reesestall laut Waltari Bergmann zum Gemeindesaal aus- und umgebaut.

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