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Binsförther Straße ist seit Jahren eine Buckelpiste

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Von: Barbara Kamisli

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Mit Schlaglöchern übersät: Die Binsförther Straße ist seit vielen Jahren dringend sanierungsbedürftig.
Mit Schlaglöchern übersät: Die Binsförther Straße ist seit vielen Jahren dringend sanierungsbedürftig. © Barbara Kamisli

Seit Jahren warten die Mörscher darauf, dass die Binsförther Straße in Neumorschen saniert wird. Jetzt ist es endlich soweit. Das Parlament stimmt in diesem Zuge für wiederkehrende Beiträge in Neumorschen

Neumorschen – Wie Bürgermeister Roland Zobel berichtete, plant der Schwalm-Eder-Kreis die Straße zu sanieren. Die Gemeinde Morschen will im Zuge dessen die Gehwege sowie Wasser- und Abwasserleitungen erneuern. „Wenn wir uns einig werden, kann im Sommer angefangen werden“, sagt Zobel.

Die Gehwege entlang der Binsförther Straße sollen in Bereichen mit entsprechender Breite beidseitig neu angelegt werden, im unteren Teil der Straße soll es so genannten Mischverkehr geben. Das heißt, alle Verkehrsteilnehmer teilen sich die Fläche. Laut Sitzungsunterlagen schätzt Hessen Mobil, dass 370 000 Euro Kosten auf die Gemeinde Morschen für die Nebenanlagen zukommen. 122 100 Euro muss die Gemeinde tragen, dafür gibt es aber eine Förderung in Höhe von 97 680 Euro (80 Prozent). Die restlichen Kosten von 247 900 Euro werden laut Sitzungsunterlagen umgelegt.

Aus diesem Grund beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung wiederkehrende Straßenbeiträge für Neumorschen.

Der Vorteil dieser Beitragsform ist, dass nicht nur die direkten Anlieger – für die anderenfalls zum Teil vier- bis fünfstellige Beträge fällig werden könnten –, sondern alle Hauseigentümer des Ortsteils für die Kosten aufkommen.

Der Erhebungszeitraum ist auf fünf Jahre festgelegt und wird rückwirkend erhoben. Das heißt laut Bürgermeister Roland Zobel, dass im Januar die Bescheide für das Jahr 2022 fällig werden, die Beiträge für 2023 und die folgenden Jahre aber ebenfalls erst zu Beginn des darauffolgenden Jahres erhoben werden, sodass es 2023 nicht zu einer Doppelbelastung für die Hauseigentümer kommen werde. Zunächst wird der Beitragssatz für vier Jahre anhand einer Kostenschätzung festgelegt, im fünften Jahr werde dann anhand der realen Kosten geprüft, ob und wie viel Beiträge noch fällig sind. Der Beitragssatz für 355 102 Quadratmeter Veranlagungsfläche wurde auf 0,14 Euro pro Quadratmeter festgelegt. (Von Barbara Kamisli)

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