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Reparatur von Kegelbahn stellt Wichte vor Probleme

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Von: Fabian Becker

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Auf dem Wichter Spielplatz: Ortsvorsteher Julian Höhn zeigt den neuen Sandkastenschutz. Hinter der Bank soll eine neue Wippe aufgebaut werden.
Auf dem Wichter Spielplatz: Ortsvorsteher Julian Höhn zeigt den neuen Sandkastenschutz. Hinter der Bank soll eine neue Wippe aufgebaut werden. © Fabian Becker

Sie haben immer ein Ohr für das, was die Menschen in ihrem Ort beschäftigt: die Ortsvorsteher. In unserer Serie Ortstermin stellen wir sie, ihren Ort und ihre Ziele in loser Folge vor.

Wichte – Mit Julian Höhn hat Wichte nach der Kommunalwahl im vergangenen März einen neuen Ortsvorsteher. Dem 29-jährigen Landwirt ist es wichtig, den Ortsbeirat und die Wichter mehr an Entscheidungen zu beteiligen. Nach einer Ortsbegehung 2021, als der Wunsch einer Erneuerung des Spielplatzes aufkam, wurden daher zwei Mütter in das Projekt mit einbezogen.

Mütter sammelten 1000 Euro Spenden

Die beiden Mütter wollten, dass ihre Kleinkinder noch etwas vom erneuerten Spielplatz haben. „Wenn die Gemeinde Morschen das gemacht hätte, hätte das nicht geklappt“, sagt Höhn. Die Frauen sammelten Spenden: 1000 Euro kamen so zusammen. 800 Euro wurden zudem von anderen Wichtern gespendet. Außerdem kommen noch 320 Euro hinzu, die vom Bau der Boulebahn übrig waren.

Neu angeschafft wird davon ein sechseckiges Klettergerüst, das schon bestellt ist und voraussichtlich Ende Mai geliefert wird. Am Samstag soll eine neue Wippe gebaut werden. Der Schutz für den Sandkasten ist schon angebracht. „Die Gemeinde erwägt, sich um den Fallschutz, zum Beispiel Kies, Sand oder Gummimatten, für die Schaukel, die Rutsche und das Klettergerüst, zu kümmern.“

Im Wichter Dorfgemeinschaftshaus (DGH) gibt es zwei Kegelbahnen. Bei einer von ihnen ist seit November die Elektronik kaputt. Das Problem: Die Kegelbahnen sind fast 50 Jahre alt, Ersatzteile dementsprechend schwer zu bekommen. Eine neue Elektronik kann aber nicht verbaut werden, da sie nicht mehr mit der alten Technik der noch funktionierenden Kegelbahn funktionieren würde.

12 000 Euro für Reparatur der Kegelbahn

Höhn fürchtet, wenn die Kegelbahn nicht bald repariert wird, könnte es schwierig werden, denn mehr als zehn Menschen könnten dann nicht gleichzeitig spielen. „Da sind nahe gelegene Bowlingbahnen schnell interessanter“, sagt er. Dabei könne die Gemeinde froh sein, dass es noch eine solche Einrichtung in Wichte gibt. Die Reparatur würde etwa 12 000 Euro kosten. „Eine Summe, die die Gemeinde, die für das DGH zuständig ist, nicht aufbringen kann“, sagt der Landwirt.

Am Starweg machen Höhn fünf Linden, am Löwensberg sechs Birken sorgen. „Die Bäume sind mittlerweile so groß, dass Äste auf die Straßen fallen“, sagt er. Die Gemeinde sage zwar, sie kümmere sich darum, doch Höhn habe davon noch nicht viel bemerkt.

„Wenn sie zurückgeschnitten werden, können sie stehen bleiben“, sagt der Ortsvorsteher. Es gebe aber jetzt schon Wichter, die dafür sind, die Bäume zu entfernen und neue zu pflanzen. Höhn würde es lieber beim Kürzen der Äste belassen.

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