Kunst- und Handwerkermarkt trifft Nerv

Mehr als 500 Besucher beim Ring ums Rathaus in Morschen

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Mit viel Liebe zum Detail: Silke Böhling aus Morschen präsentierte an ihrem Stadt Tonarbeiten und ihre bekannten ihre Keramik-Köpfe.

Altmorschen. Über 45 Aussteller und mehr als 500 begeisterte Besucher: Die Veranstaltung „Ring ums Rathaus“ war am Samstag in Altmorschen ein großer Erfolg.

Von 11 bis 18 Uhr präsentierten sich zum zweiten Mal heimische Künstler und Handwerker der Öffentlichkeit. Das Rathaus verwandelte sich an diesem Tag zu einem Anziehungspunkt für unterschiedliche Handwerkskünste aus der Region.

Arbeiten aus Holz, aus Filz, aus Ton und aus Wolle: Genähtes, gemaltes, fotografiertes, aufgefädeltes und selbst eingemachtes – der zweite Mörscher Kunst- und Handwerkermarkt zeigte eine große Palette an kreativen Arbeiten. Bürgermeister Ingo Böhm und der Schulchor der Georg-August-Zinn-Schule in Morschen eröffneten den Markt. Veranstalter ist die Gemeinde, die finanzielle Unterstützung vom Gewerbeverein erhält.

Die 8-jährige Emma Baumann aus Neumorschen war die jüngste Teilnehmerin auf dem Markt. Ihr Stand „Emmas Teetasse“ befand sich hinterm Rathaus und präsentierte neben selbstgemalten Kerzen auch Tierportraits in Acryl auf Leinwand sowie Tonarbeiten. „Im vergangenen Jahr hatte ich mit meiner Mutter einen Stand zusammen. Aber jetzt wollte ich mich alleine mit meinen selbst gemachten Sachen zeigen“, sagte die Grundschülerin aus Morschen.

Mutter Silke Böhling präsentierte nebenan Tonarbeiten und Bilder. Die 46-Jährige ist eigentlich Hoch und Tiefbautechnikerin, aber ohne Ton geht bei den beiden Frauen hobbymäßig nichts. Bekannt ist Böhling für ihre Keramik-Köpfe, die auf einen Stab gesetzt werden und sich im Garten unterbringen lassen.

Berthold Arndt aus Morschen betitelt sich hingegen als „Schwarzmaler“. „Ich male aber nur mit schwarzer Farbe. Sonst sehe ich nicht schwarz“, scherzt der Account-Manager. Der 46-Jährige malt überwiegend mit schwarzer Acryl- und Ölfarbe auf weiße Spannplatten und auf Leinwand. Er bezeichnet seine Kunst als nostalgische Kunst. Seine Motive stammen überwiegend von alten Filmplakaten. Im Küchengarten vom Kloster Haydau aus Morschen ging es hingegen ziemlich farbenfroh her. Silvia Kant-Staud und Kerstin Beck präsentierten eine Fülle von frischen, knackigen und bunten Gemüsesorten.

Die 52-jährige Martina Krug aus Welferode zeigte selbst gebastelte Kränze und Gestecke aus Naturmaterialien wie Äste, Wurzeln, Moos, Hagebutten, Nüssen, Heide, Ären und vielem mehr. „Ich finde immer was, wenn ich im Feld, Wald und Flur unterwegs bin und habe immer eine Tüte dabei“, sagte sie.

Musikalisch sorgte Wolf Kerner am Nachmittag mit seinem Akkordeon für Unterhaltung. Für die Kinder gab es verschiedene Mitmachaktionen wie zum Beispiel Filzen, Nähen oder das Bemalen von Keramikfiguren.

Idee entstand wegen der documenta

Ulrike Fleischert vom Rathaus der Gemeinde Morschen erzählt: „Als 2017 die documenta in Kassel stattfand, kam die Überlegung auf, auch so eine ähnliche Veranstaltung hier entstehen zu lassen. So war die Idee geboren.“ 

Der Begriff „Ring ums Rathaus“ ist laut Fleischert ein Marketing-Überbegriff und soll für andere Veranstaltungen genutzt werden. Da die Resonanz großartig war, entschloss man sich, dieses Format 2018 fortzusetzen. Der Markt findet am ersten Wochenende im September statt. Standgebühr wird keine erhoben.

Kontakt: Interessierte können sich bei Ulrike Fleischert im Rathaus melden unter der Telefonnummer 0 56 64/94 94 16.

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