Sabine Knobel (SPD) will Bürgermeisterin von Morschen werden

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Politikerin mit Taktgefühl: Sabine Knobel (SPD) will Bürgermeisterin in Morschen werden. In ihrer Freizeit macht sie gern Musik. Sie spielt mehrere Instrumente unter anderem Gitarre und Klavier. Auch beim Singen kann sie entspannen.

Morschen. Am 6. März ist Bürgermeisterwahl in Morschen. Drei Kandidaten haben sich beworben. Wir stellen sie in Porträts vor. Eine Gegenüberstellung ihrer politischen Ziele folgt.

Sabine Knobel reist gern. China, Kanada, Estland, Israel, England - die 53-Jährige gerät ins Schwärmen. Wo es am schönsten war, das kann sie gar nicht sagen. „Die Welt ist so groß und jedes Reiseziel hat etwas Gutes“, sagt Knobel. Doch genauso gern, wie sie mit ihrem Mann Bernd in der Welt unterwegs ist, ist sie in Morschen. Der Ort, an dem sie seit 27 Jahren lebt, arbeitet und für den sie sich engagiert.

In Zukunft am liebsten als Bürgermeisterin. Sie sagt, sie möchte mit den Menschen in Dialog treten, sie für die Politik interessieren. Sie will die politischen Möglichkeiten nutzen, etwas für Morschen zu erreichen. „Da gehört es natürlich auch dazu, Klinken zu putzen“, sagt sie. Ihre Entscheidung, sich politisch zu engagieren, habe sie sehr überlegt getroffen. Erst 2010 sei sie in die SPD eingetreten. Im darauf folgenden Jahr wurde sie ins Parlament gewählt. „Ich habe gedacht, jetzt pack ich es an“, sagt sie.

Anpacken, das liegt Sabine Knobel. Sie sagt, sie gehe die Dinge mit Optimismus, aber auch mit Hartnäckigkeit an.

Am Heren liegen ihr die Mörscher Engel, die sie mitgegründet hat. Sie wollte, dass ältere Menschen in ihren Häusern oder Wohnungen bleiben können, auch wenn diese im Haushalt nicht mehr alles alleine stemmen können. Vier Arbeitsplätze seien dadurch entstand. Auch der Jakobimarkt in Neumorschen, den die evangelische Frauenhilfe betreibt, geht auf ihre Idee zurück. Die Einnahmen werden für die Erhaltung der Kirche verwendet. Wenn es um soziale Projekte geht, sei seine Frau sehr kreativ, sagt ihr Mann und Pfarrer Bernd Knobel. „Sie überrascht mich immer wieder.“ Kreativität braucht sie auch für ihren Beruf als Mediengestalterin. Seit zehn Jahren gestaltet sie Flyer, Plakate, Broschüren und Webseiten. Eigentlich hat sie nach dem Abitur Krankenschwester gelernt. Als die Kinder - eine Tochter und zwei Söhne - älter waren, wollte sie noch mal etwas Neues wagen und machte die Ausbildung zur Mediengestalterin. 

Sie bezeichnet sich selbst als Technikfreak. „Ich mag moderne Sachen, die das Leben leichter machen“, sagt sie lachend. Und erzählt begeistert von der Heizung im Haus und im Saal der Kirchengemeinde, die sich über das Handy steuern lässt. Dass das Leben als Verwaltungschefin nicht immer ganz leicht sein wird, darüber ist sich Sabine Knobel im Klaren. „Mein Vater war über 30 Jahre Bürgermeister in Malsfeld. Ich weiß, auf was ich mich einlasse“, sagt Knobel. Den Schritt als Bürgermeisterin zu kandidieren, habe sie mit ihrer Familie vorher besprochen und diskutiert. „Mein Mann“, sagt sie „ist mein bester Berater.“ Knobel spielt Gitarre, Klavier, Flöte und Orgel. Sie singt im Chor und hat einen Chorleiterschein. Selbst Katze Bruno hat sie beigebracht, ein paar Töne auf dem Klavier zu klimpern.

Sabine Knobel wurde 1962 als älteste von drei Schwestern in Körle geboren. Aufgewaschen ist sie in Malsfeld. Nach dem Abitur in machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Seit 1986 ist sie verheiratet. 1987 kam Tochter Katharina zur Welt, 1988 die Zwillinge Andreas und Philipp. Zunächst war sie als Pfarrfrau tätig. 2003 begann sie ihre Ausbildung zur Mediengestalterin. Seit 2006 arbeitet sie selbstständig.

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