Horst Gebhardt ist zum 50. Mal in Folge Sänger des Jahres bei der Liedertafel

Der Mozart Spangenbergs

Viele Auszeichnungen: Den Notenschlüssel erhielt Horst Gebhardt, als er zum 50. Mal zum Sänger des Jahres gekürt wurde. Foto: Döberitz

Spangenberg. Stolz hält er die Auszeichnung in Form eines Notenschlüssels in der Hand. Horst Gebhardt ist zum 50. Mal in Folge Sänger des Jahres geworden. Nur einen einzigen Termin konnte der Sänger der Liedertafel Spangenberg in 50 Jahren krankheitsbedingt nicht wahrnehmen.

In seiner Vitrine im Wohnzimmer finden sich zahlreiche Auszeichnungen für das jahrelange Singen. Die Medaille für den Sänger des Jahres erhielt er jedes Jahr. Auch Auszeichnungen, wie der Notenschlüssel, finden sich dort. Die Wände werden von Urkunden und Zeitungsartikeln geschmückt. Das Singen ist ein Hauptbestandteil in Horst Gebhardts Leben. „Daher bedeuten mir die Auszeichnungen sehr viel“, sagt er.

„Singen macht die Seele frei.“

Horst Gebhardt

Die Leidenschaft für den Gesang entwickelte sich früh. In der Schule wurde viel gesungen. „Da war ich immer gut“, sagt Horst Gebhardt. Auch durch die Eltern, die viel mit Theater und Singen zu tun hatten, kam er zum Gesang.

Seit 56 Jahren ist er nun bei der MGV Liedertafel 1842 Spangenberg. Zuvor hat Horst Gebhardt eine Lehre als Bäcker absolviert, ehe er nach Spangenberg kam. Das frühe Aufstehen aus dieser Zeit ist bis heute geblieben.

Sein Leben hat er dann nach den Chorproben ausgerichtet. Da musste auch schonmal der Weiterbau des eigenen Hauses für ein paar Stunden warten, wenn es Zeit für die Proben des Chors war.

„Das Singen hatte einfach Vorrang“, sagt der Sänger, dessen Spitzname „Mozart“ ist. Er habe früher längere Haare gehabt und diese zu Zöpfen gebunden. Aufgrund der Ähnlichkeit zu Mozart und der Verbindung zur Musik gaben ihm die Kollegen der Liedertafel diesen Namen.

Gemeinsam singen sie Lieder aus einem breiten Fundus. Damit treten sie auf Geburtstagen, Goldenen Hochzeiten und Beerdigungen auf. Einzelne Stücke werden auch auf der Gitarre begleitet.

Eine bestimmte Lieblingsmusik hat Horst Gebhardt nicht. „Ich mag eigentlich fast alle Lieder“, sagt er, „die, die man eben so kennt.“ Neben dem Singen zählt auch Spazieren gehen zu seinen Hobbies. „Das Singen und die täglichen Spaziergänge füllen mich einfach aus.“

Leider würden sich nicht mehr so viele Jugendliche und junge Menschen für die Chormusik und den Männerchor interessieren, sagt der im ersten Tenor singende Horst Gebhardt mit Bedauern. „Dabei macht Singen die Seele frei. Wenn die wüssten, wie schön das ist.“

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Von Lara Döberitz

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