Hingucker in der Fußgängerzone

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Als hätte das neue Haus schon immer dort gestanden: Der neue Gebäudekomplex fügt sich harmonisch in die historische Altstadt Melsungens ein.

Melsungen. Mitten in der Altstadt ist es der Wohnungsbaugesellschaft Stadt Melsungen mbh gelungen, einen Neubau in den bestehenden Baubestand harmonisch zu integrieren. Seit der Projektierung im Jahr 2013 hatte das innovative Bauvorhaben im Herzen der Bartenwetzerstadt so manche Hürde zu überwinden.

„Die alten Häuser konnten keiner sinnvollen Nutzung mehr zugeführt werden, daher war der Abriss der maroden Gebäude notwendig“, erklärt Bauleiter Michael Fuchs kurz die Hintergründe. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, Thomas Garde, war der Bauingenieur federführend verantwortlich für die fachgerechte Umsetzung des Neubaus.

In nur 15 Monaten Bauzeit entstand innerhalb der Grenzen der Grundstücke Kassler Straße 25 und 23, sowie Burgstraße 24, 26 und 28 auf rund 500 Quadratmeter Baufläche ein Gebäude, welches sich in das historische Stadtbild nahtlos einfügt. „Bei der Umsetzung des Projekts haben wir eng mit dem Denkmalschutz zusammengearbeitet“, sagt Geschäftsführer Thomas Garde, zugleich Büroleiter der Stadt Melsungen.

Tiefgründung erforderlich

Gleich zu Baubeginn wurden die Fachleute vor eine Herausforderung gestellt. Um die Standfestigkeit des Gebäudes zu gewährleisten, musste eine sogenannte Tiefgründung vorgenommen werden. Dazu wurden mit großem technischen Aufwand bis zu elf Meter tiefe Löcher für massive Stahlbetonpfähle gebohrt. Auch während dieser schwierigen Bauphase konnten die Belastungen für die Anwohner relativ gering gehalten werden.

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Nachdem der Baugrund vorbereitet war, entstand innerhalb weniger Monate direkt in Melsungens Fußgängerzone ein repräsentatives zweistöckiges Gebäude. Im Erdgeschoss befindet sich auf rund 420 Quadratmeter eine großzügige Ladenfläche, im ersten Obergeschoss hat eine Zahnarztpraxis Platz gefunden. Ausschließlich Firmen aus der Region waren beteiligt.

Im Gebäude gibt es vier Wohnungen. Zwei kleine Dachgeschosswohnungen mit 65 und 52 Quadratmeter Wohnfläche und zwei barrierefrei Wohnungen mit 82 und 70 Quadratmetern. Neben der modernen Gestaltung aller Räume ist die Aussicht von den Dachterrassen ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Neubaus.

Gestaltungsbeirat beteiligt

Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Planer großen Wert auf die harmonische Integration des Gesamtkomplexes in das historische Stadtbild gelegt haben. Die Sandsteinfassade zur Kassler Straße und die Farbgestaltung sind hierbei nur die offensichtlichen Belege für das Fingerspitzengefühl, welches die Verantwortlichen an den Tag legten. „Der Gestaltungsbeirat der Stadt Melsungen war immer involviert“, betont der Geschäftsführer.

Spätestens im Frühsommer werden die letzten Arbeiten abgeschlossen sein. „Dank der guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerksbetrieben ist alles im Zeitplan geblieben“, freut sich Thomas Garde. (zmh)

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