Asklepios rechnet mit Landesförderung zwischen 2011 und 2015

Ärztehaus statt Klinik: Wenn es mit einem Neubau gegenüber dem jetzigen Krankenhaus klappt (Foto) , dann können dort Mediziner mit ihren Praxen einziehen. Foto:  Archiv

Melsungen. Der Neubau des Melsungers Krankenhauses ist zwar noch nicht in Sicht, aber immerhin weiß man seit kurzem beim Krankenhausbetreiber Asklepios, dass der Bau im Krankenhausinvestitionsprogramm des Landes für die Jahres 2011 bis 2015 aufgenommen ist.

„Das beharrliche Vorsprechen der Asklepios-Geschäftsführung beim Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit wegen des Ersatz-Neubaus in Melsungen hatte Erfolg“, heißt es seitens des Unternehmens. Das heißt: In den nächsten Jahren kann der Krankenhausbetreiber mit 13,4 Millionen Euro Zuschuss für den etwa 20 Millionen Euro teueren Bau rechnen. Möglich geworden sei die Zuschuss-Zusage, weil sich Asklepios verpflichte, 5 Millionen Euro aus eigener Kasse beizusteuern. Regionalgeschäftsführer Dr. Dirk Fellermann: „Das war damals Bestandteil des Verhandlungspakets zwischen dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Asklepios-Konzern.“ Zum Jahreswechsel 2006/2007 gingen die drei ehemals dem Landkreis gehörenden Kliniken in Melsungen, Homberg und Schwalmstadt an Asklepios.

Zügig planen

Ein erster Plan (siehe Grafik) zeigt, wie das Gebäude aussehen könnte. Eine endgültige Planung ist das allerdings noch nicht, erklärt Fellermann. Jedoch sollen die Vorbereitungen zügig vorangetrieben werden, damit keine Zeit verloren geht, wenn der Landeszuschuss fließt.

Am Brauereiweg

Gebaut wird dann jedenfalls auf dem der Stadt Melsungen gehörenden Grundstück an der Einmündung des Brauereiweges zur Kasseler Straße und damit nur wenige Meter entfernt vom jetzigen Krankenhaus.

Das Baugrundstück endet am Sonnenhang. Das heißt, das dort stehende alte Wohnhaus muss dann abgerissen werden. Der schon jetzt vorhandene Parkplatz wird bis zum Brauereiweg verlängert und damit deutlich größer.

Nicht größer, aber zweckmäßiger

Mit 100 Betten wird das neue Krankenhaus in Melsungen nur unwesentlich mehr Patienten aufnehmen können als der Altbau. Der Reiz des neuen Hauses liegt in seiner Zweckmäßigkeit.

Über ein Foyer erschließt sich der Bettentrakt - einmal zum Sonnenhang hin, einmal zur Kasseler Straße. Macht zusammen eine Fläche für die Pflege von über 2100 Quadratmetern.

Fast genau so groß wird der Bereich für die Untersuchungen und Behandlungen.

Dazu kommen knapp 200 Quadratmeter für die Verwaltung, gut 300 Quadratmeter für die Solzialdienste und 450 Quadratmeter für die Versorgung des Hauses und die Entsorgung. Das macht zusammen gut 5220 Quadratmeter.

Auf direkten Wegen sollen Patienten zu den Untersuchungen gelangen können, auch das Pflegepersonal spart Wegezeit. Das ist bekanntermaßen das Problem im jetzigen Krankenhaus. Durch mehrfache Veränderungen im Haus und Anbauten ist es unübersichtlich und verschachtelt. Patienten müssen beispielsweise zum Röntgen durchs ganze Haus gehen oder gefahren werden.

Neben den 100 Betten sind weitere 40 für die stationäre Psychiatrie vorgesehen. Ein Betreiber für diese Abteilung steht laut Regionalgeschäftsführer Dr. Dirk Fellermann (Asklepios) noch nicht fest, auch wenn Vitos, ehemals Landeswohlfahrtsverband, im Gespräch ist. Vitos wird, wie berichtet, die psychiatrische Tagesklinik im jetzigen Krankenhaus betreiben.

Die psychiatrische Tagesklinik, mit deren Einrichtung in Kürze begonnen werden soll, wird dort bleiben. Im Übrigen soll der Altbau zu einem Ärztehaus umfunktioniert werden.

In den Neubau ziehen dann folgende Fachabteilungen um: • Orthopädie/Unfallchirurgie (Chefarzt Dr. Günter Aurand), • Allgemein- und Bauchchirurgier (Chefarzt Dr. Hanns Schneider), • die Innere Medizin (Chefarzt Dr. Gunther Claus) • sowie die Anästhesie und die operative Intensivmedizin. Asklepios rechnet mit einer Bauzeit von 18 Monaten und hat die selbe Firma ausgewählt, die für den Bau der Klinik in Wildungen verantwortlich war. Fellermann: „Wir haben gute Erfahrungen gemacht beim Bau, der Bauzeit und den Kosten.“ (bmn)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.