Neubau wegen Brandstiftung: Angelverein weihte neues Vereinsheim ein

Größer, moderner, wärmer: Der Angelverein Schnellrode weihte am Samstag das neue Vereinsheim ein, ein Niedrigenergiehaus. Foto: Lacke-Elsen

Schnellrode. Ein halbes Jahr, nachdem das Vereinsheim der Schnellröder Angler abgebrannt war, wurde Einweihung des Neubaus gefeiert.

Für die Angler gab es am Samstag viele Geschenke, zum Beispiel auch von der Feuerwehr: Wehrführer Holger Günther überreichte einen Feuerlöscher.

Das abgebrannte Vereinsheim war 17 Mal sechs Meter groß, das neue misst 20 Mal acht Meter. Um das Gebäude ist alles neu gepflastert, die Außenanlagen sind wieder hergestellt, denn alles war verbrannt. „Selbst das Pflaster war nicht mehr zu gebrauchen“, berichtete Vorsitzender Peter Heinemann.

Weil die Angler beim Neubau auf Betriebe aus der umliegenden Region setzen, wählten sie Holzbau Kühlborn (Spangenberg), der ihnen ein ökologisches Vereinsheim baute. Nun haben sie ein Niedrigenergiehaus.

Das Vereinsheim ist in dem 230 Einwohner zählenden Spangenberger Stadtteil eigentlich der Dorfmittelpunkt, beschrieb Heinemann den Stellenwert des Treffpunkts. Samstags und sonntags hätten Vereinsmitglieder die Hütte am Nachmittag geöffnet, das hatte sich in vielen Jahren eingespielt.

Heinemann lobte die tatkräftige Unterstützung der Schnellröder: „Was ihr hier in den letzten Wochen geleistet habt, ist einzigartig.“ Ob beim Innenausbau oder den Pflasterarbeiten rund ums Vereinsheim - die Mitglieder legten überall Hand an und halfen über viele Wochen hinweg ehrenamtlich, allen voran die Rentner. Viele waren während der vergangenen Wochen fast jeden Tag auf der Baustelle. „Sonst wären wir heute nicht hier“, sagte er. Auch die berufstätigen Mitglieder legten Hand an, um das Vereinsheim so schnell als möglich fertigzustellen.

„Das war ein Kraftakt“, würdigte Wilfried Dräger, Erster Stadtrat von Spangenberg, in seiner Laudatio zur Eröffnung im neuen Vereinsheim. Neben dem Feuerlöscher gab es übrigens noch weitere Geschenke: von Julia Jordan (Brauchtumsverein Schnellröder Schnarreböcke), Reingard Hönig (Gymnastikgruppe) und Manfred Ebenhöh (Bitburger-Braugruppe).

Am 9. Juni diesen Jahres war das bis dahin 40 Jahre genutzte Vereinsheim des Angelvereins Schnellrode In der Rosswiese einem Brandstifter zum Opfer gefallen. „Als am 9. Juni die alte Hütte in Flammen stand, haben wir alles verloren, was wir in 40 Jahren aufgebaut hatten“, sagte Peter Heinemann, „das war ein großer Schock.“

Da das Vereinsheim versichert war, konnte der Bau eines neuen Heims in Auftrag gegeben werden. Nur ein halbes Jahr später, am vergangenen Samstag, wurde der Neubau eingeweiht.

Der Brandstifter konnte laut Heinemann noch nicht ermittelt werden; auch das LKA befasst sich mit der Brandstiftung.

Von Alexandra Lache-Elsen

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