Neue Chance für Radweg zwischen Körle und Empfershausen

Sie setzten sich schon vor Jahren für den Bau eines Radwegs zwischen Körle und Empfershausen ein: von links Lothar Walter, Jean-Paul Lenninger-Helms, Kerstin Helms und Ralf Buschbeck an der ICE-Brücke bei Empfershausen – dort würde der Radweg vorbeiführen. Archivfoto:  Féaux de Lacroix

Körle. Ein lang gehegter Wunsch der Bewohner von Empfershausen könnte endlich in Erfüllung gehen: Es gibt eine neue Chance für den Bau eines Radwegs zwischen Empfershausen und Körle.

Die Finanzierung

Hintergrund ist ein Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen, das der Bund im Juni beschlossen hat. Laut einer Veröffentlichung des Hessischen Finanzministeriums kann die Gemeinde Körle dank dieses Programms 133.000 Euro in die kommunale Infrastruktur investieren. Die Gemeinde müsste dabei einen Anteil von zehn Prozent selbst übernehmen.

Auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag einstimmig, dass der Gemeindevorstand prüfen soll, ob dieses Geld für den Bau des Radwegs verwendet werden kann. Wenn ja, soll das Geld im Haushaltsplan 2016 eingeplant werden.

Das Projekt

„Empfershausen ist nicht so gut angebunden wie die anderen drei Ortsteile Körles“, sagte Michael Oetzel (SPD) zur Begründung des Antrags. Wer Empfershausen per Fahrrad oder zu Fuß erreichen wolle, müsse dafür gefährliche Strecken nutzen. Dies könnte eine Radwegverbindung ändern.

Darüberhinaus stelle der Radweg aber auch einen Lückenschluss im Radwegenetz dar: Der Fulda-Radweg R1 und der Radweg im Lossetal würden dann miteinander verbunden.

Der Ortsbeirat

Sowohl Oetzel als auch Michael Greiner (CDU) wiesen darauf hin, dass der Ortsbeirat Empfershausen die treibende Kraft hinter dem Radweg-Projekt sei. Schon seit Jahren setzen sich die Empfershäuser für den Bau des Radwegs ein - bislang aber ohne Erfolg. Jetzt aber komme man der Sache näher, sagt Ralf Buschbeck, Ortsvorsteher von Empfershausen.

„Das freut mich außerordentlich“, sagt Buschbeck, zum Beschluss der Gemeindevertreter. An diesen Punkt zu kommen, sei harte Arbeit gewesen: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

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