Raus aus der Bundesnotbremse

Corona-Lockerungen: Ab heute mehr Freiheiten im Schwalm-Eder-Kreis

Startklar: von links Badleiter Kevin Härtling, der neue Kioskbetreiber Norman Herrmann und der stellvertretende Badleiter Markus Günther freuen sich ab Montag auf die Besucher im Guxhagener Freibad.
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Startklar: von links Badleiter Kevin Härtling, der neue Kioskbetreiber Norman Herrmann und der stellvertretende Badleiter Markus Günther freuen sich ab Montag auf die Besucher im Guxhagener Freibad.

Schwalm-Eder –   Der Landkreis hat die Stufe 2 der Bundesnotbremse erreicht. Damit einher gehen viele Lockerungen der Beschränkungen. Dazu gehören:

Ab heute gelten im Schwalm-Eder-Kreis weitere Corona-Lockerungen: Fünf Tage in Folge war die Inzidenz unter 50 und somit tritt nun Stufe 2 der Hessischen Landesverordnung in Kraft. Und das bedeutet, dass sowohl im privaten Bereich als auch für Betriebe wieder mehr Alltag einkehren kann – unter anderem dürfen Geschäfte wieder öffnen, sich mehr Personen treffen, Schulunterricht findet für alle Klassen in Präsenz statt und Mannschaftssport ist erlaubt. Der Landkreis öffnet auch seine Sporthallen, teilt die Kreisverwaltung mit.

Was ab sofort gilt:

- Es dürfen zwei Haushalte oder zehn Personen zusammenkommen (Geimpfte/Genesene/Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit).
- Alle Schulklassen gehen zurück in den Präsenzunterricht im eingeschränkten Regelbetrieb. In den Schulen besteht weiterhin eine Testpflicht zweimal pro Woche.
- Für die Kindergärten gilt weiter der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen.
- Mannschaftssport und somit der gesamte Sportbetrieb sind wieder erlaubt. Voraussetzung dafür sind Hygienekonzept und die Einhaltung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).
- Individualsport darf in Gruppen von höchstens zehn Personen stattfinden. Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
- Grundsätzlich können alle Geschäfte wieder öffnen. Es gelten Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht. Neben der Außengastronomie darf auch die Innengastronomie wieder öffnen. Im Innenbereich besteht eine Testpflicht. Es gelten in allen Bereichen die Abstandsregeln sowie Sitzplatzpflicht. Und: Kontaktdaten müssen erfasst werden.
- Körpernahe Dienstleistungen – Friseure – sind mit Auflagen geöffnet: nach Terminvereinbarung und Erfassung der Kontaktdaten.
- Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen und Campingplätze sind mit Auflagen auch für touristische Übernachtungen geöffnet. Die Auslastung darf bei der Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen höchstens 75 Prozent betragen. Außerdem sind Nachweise über einen negativen Test bei Anreise und zwei weitere pro Woche Pflicht.
- Der Besuch des Wildparks Knüll ist ohne Testnachweis möglich. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
- Freibäder öffnen: So startet, wie berichtet, das Melsunger Waldschwimmbad bereits am heutigen Samstag seinen Betrieb und am Montag folgt das Guxhagener Freibad. In beiden Bädern gibt es eine Obergrenze für Besucher. Das Freibad in Felsberg öffnet am Freitag, 11. Juni, unter den Hygienebestimmungen des vergangenen Jahres. Das teilte Bürgermeister Volker Steinmetz jetzt mit. Das Spangenberger Freibad bleibt, wie berichtet, wegen Sanierungsarbeiten noch geschlossen. Museen, Gedenkstätten, Schlösser und Galerien dürfen die Innenbereiche (Anmeldung und Maske) und die Außenbereiche öffnen.

Eine gute Nachricht gibt es außerdem von den Asklepioskliniken im Landkreis. Lediglich zwei Patienten werden aktuell behandelt, die mit dem Coronavirus infiziert sind – ein Patient ist dabei intensivpflichtig, der andere Patient wird auf der Corona-Isolierstation behandelt, teilt das Krankenhaus mit.

Die sinkenden Corona-Inzidenzzahlen führen auch in den Asklepios-Kliniken zu Lockerungen. Bislang hielten die beiden Häuser als Vorsichtsmaßnahme am Besuchsverbot fest. Ab Montag sind Besuche nun wieder möglich. Es gebe jedoch noch Auflagen, teilt Asklepios mit. Dazu gehören strikte Besuchszeiten, Meldeformulare für Besucher und das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes – vorzugsweise einer FFP2-Maske. Für Patienten der Intensivstation, Palliativstation und Sterbende gilt bereits seit Bestehen des Besuchsverbots eine Ausnahmeregelung.

Für die Asklepioshäuser gilt: Ein definierter Besucher pro Patient. Tag eins bis sechs: zwei Besuche pro Woche. Ab Tag sieben: täglicher Besuch möglich. Die Besuchszeiten sind Montag bis Freitag zwischen 15 und 18 Uhr und am Samstag und Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr. Die maximale Besuchszeit beträgt eine Stunde pro Besuch. Werdende Väter sind im Kreißsaal und auf der Geburtsstation zugelassen. Besucher müssen Covid-genesen (längstens sechs Monate), vollständig gegen Covid geimpft (zweite Impfung muss 14 Tage zurückliegen) sein oder einen tagesaktuellen negativen Antigen-Schnelltest aus einem Testzentrum oder einer Apotheke (kein Selbsttest) vorweisen.

Weiter heißt es von Asklepios, dass nur Besucher zugelassen werden, die keine Krankheitszeichen einer Infektion der Luftwege oder Fieber zeigen. Besucher sollten sich unbedingt an dieses Regeln halten, um nicht die Patienten zu gefährden.

„Das Besuchsverbot war sowohl für unsere Patienten als auch für deren Angehörige eine große Belastung“, sagt die Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch. „Deshalb wollen wir wieder schrittweise öffnen.“ (Damai D. Dewert, Maja Yüce)

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