Ortsumgehung Felsberg

Felsberger Kreisverkehr soll Drei-Burgen-Kreisel heißen

Bisher noch eine braune Fläche: Der Lohrer Kreisel im Zuge der Ortsumgehung Felsberg. Die kreuzt an dieser Stelle die Landesstraße nach Lohre und Niedermöllrich. Im Bild Andre Zinn aus Felsberg, der den Namen Drei-Burgen-Kreisel vorgeschlagen hat. Die Innenfläche soll nun erst einmal Wildblumenwiese werden. Der Samen ist schon in der Erde. Fotos: Manfred Schaake

Felsberg – Ein Scherzkeks hatte dem neu entstandenen Kreisel am Felsberger Stadtrand den Namen Eberhofer Kreisel verpasst.

Der Schriftzug prangte am frühen Sonntagmorgen noch auf einem Holzschild. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Felsberg wurde hingegen der Name Drei-Burgen-Kreisel beraten. Diesen hatte der Felsberger Andre Zinn vorgeschlagen und fand Anerkennung im Ortsbeirat. Ortsvorsteher Klaus Döll plädierte dafür, dass die Einwohner weitere Vorschläge für die Gestaltung des Kreisels machen können.

Eberhofer-Kreisel: Dieser Schriftzu g stand am Sonntagvormittag am Lohrer Kreisel. Die Aufschrift erinnert an den Dorfpolizisten Eberhofer, der in mehreren Filmen in der niederbayerischen Provinz ermittelt. Ein wiederkehrender Schauplatz ist der Kreisverkehr.

Andre Zinn hatte Drei-Burgen-Kreisel vorgeschlagen, weil vom Kreisel aus alle drei Burgen Felsbergs – Felsburg, Heiligenberg und Altenburg – im Blick sind. „Sehr schön wäre die Darstellung aller drei Burgen auf dem Kreisel als Silhouette“, schlug der Versicherungsfachmann weiter vor. Der Name ist für den Ortsvorsteher eine „so tolle Idee”, dass er auch angesichts eines positiven Stimmungsbildes innerhalb der acht Zuschauer gleich abstimmen lassen wollte. Was aber nicht möglich war, weil der Ortsbeirat nicht beschlussfähig war. Fünf von neun Mitgliedern fehlten.

Hessen Mobil: Kreisel soll bepflanzt werden

Wie das Straßen- und Verkehrsmanagement auf HNA-Anfrage mitteilte, hat man sich in Abstimmung mit der Stadt Felsberg bereits dafür entschieden, im Innenbereich des Lohrer Kreisels eine Wildblumenwiese anzulegen.

Es sei bereits eingesät worden. Nach Angaben von Hessen Mobil gelten folgende Vorgaben:

  • Zur Vermeidung schwerer Unfallfolgen dürfen sich dort, wo die zulässige Geschwindigkeit mehr als 50 Kilometer beträgt, im Innenbereich eines Kreisverkehrs keine starren Hindernisse befinden.
  • Bäume, Findlinge und feste Einbauten wie Skulpturen oder Fahnenmasten sind demnach nicht möglich, erläutert Hessen Mobil-Sprecher Marco Lingemann.
  • Damit die Autofahrer nicht abgelenkt werden, seien im Kreisverkehr außerhalb geschlossener Ortschaften auch Werbung und sonstige Hinweise – wie zum Beispiel auf touristische Attraktionen – ausgeschlossen.
  • Die Möglichkeiten zur Gestaltung des Innenbereichs des Lohrer Kreisverkehrs – so Lingemann gegenüber der HNA – beschränken sich also auf eine niedrige, stammlose Bepflanzung oder flache Steinmosaike.

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