Regen-Rückhaltebecken am Triesch 

Baubeginn der Ortsumgehung Felsberg im Spätsommer - Land übernimmt Mehrkosten

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So verläuft die geplante Umgehungsstraße. 

Dem Bau der Ortsumgehung Felsberg steht nichts mehr im Weg. Die Kosten für den Bau haben sich allerdings erhöht – das Land hat der Stadt nun die Übernahme der entstandenen Mehrkosten zugesichert.

Diesem Beschluss haben auch die Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich zugestimmt.

Von 5,1 Millionen Euro sind die Kosten für die 2,4 Kilometer lange Straße auf 7,4 Millionen Euro gestiegen. Den Bau der Ortsumgehung finanziert die Stadt dem Land Hessen vor. Die Mehrkosten, die nun wiederum vom Land übernommen werden, betragen derzeit  eine Million Euro. Bei einer weiteren Kostensteigerung wird das Land 14 Prozent der Abrechnungssumme übernehmen. „Das ist in Zinsen umgerechnet bares Geld für die Stadtkasse“, sagt Stephan Bürger, SPD-Fraktionsvorsitzender. Die Entscheidung des Landes trage demnach zur Reduzierung der Zinslast der Stadtkasse bei.

Maßgeblich zur Kostensteigerung beigetragen hat die Entsorgung des Bodenaushubs, erklärt Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. „Während der Vorarbeiten wurde eine Altdeponie gefunden. Die Erde musste zwischengelagert und anschließend entsorgt werden“, sagt Steinmetz. Auch Auflagen des Denkmalschutzes sowie allgemeine Preissteigerungen in der Baubranche würden sich auf die Kosten niederschlagen.

Baugebiet Trisch

Bereits am kommenden Montag finden weitere Vorbereitungen für den Bau statt, erklärt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil auf HNA-Anfrage. Im Zusammenhang mit der Umgehung entsteht am Baugebiet Triesch ein Regen-Rückhaltebecken. Zum Bau des Beckens muss nun weiterer Boden ausgehoben werden. Verkehrsteilnehmer im Bereich der Möllricher Straße werden deshalb um besondere Aufmerksamkeit gebeten. Der Abtransport des Bodenaushubs aus den geschaffenen Retentionsräumen werde etwa einen Monat dauern, erklärt Sinemus.

Das geplante Regen-Rückhaltebecken ist mit 369.000 Euro veranschlagt. Für den Bau des Beckens muss die Stadt Grundstücke von Eigentümern kaufen. Die Stadt sei in Verhandlungen, sagt Steinmetz. Der Flächenankauf von etwa 10.000 Quadratmetern ist bereits im Nachtragshaushalt eingeplant.

Der neue Retentionsraum wird auf den Flächen der Schlämmteiche bei Lohre und in der Nähe der Felsberger Kläranlage im Uferbereich der Eder hergestellt. Baubeginn der Ortsumgehung ist im Spätsommer, bestätigen Steinmetz und Sinemus gegenüber der HNA.

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