Desinfektionsmittel in der Coronakrise

Produktion bei Dr. Schumacher GmbH deutlich gestiegen: Mehr Lastwagenverkehr in den Ortschaften

Desinfektionsmittel sind momentan besonders gefragt: Die Dr. Schumacher GmbH musste ihre Produktionskapazitäten in der Coronakrise erhöhen. Foto: Dr. Schumacher GmbH

Wegen der Corona-Pandemie hat die Malsfelder Dr. Schumacher GmbH die Produktionskapazitäten in den vergangenen Wochen und Monaten „drastisch erhöht“.

Das teilt Geschäftsführer Dierk Schumacher auf Anfrage der HNA mit. Er betont, dass die Produktion für das Gesundheitswesen dabei stets Priorität gehabt habe.

Dass mit der deutlich gestiegenen Produktion auch der ohnehin umstrittene Lastwagen- und Autoverkehr in den Malsfelder Ortschaften zugenommen hat, konnte die Dr. Schumacher GmbH ebenfalls bestätigen. „Mit der Produktionssteigerung geht auch einher, dass sich der Bedarf an Rohstoffen und Packmitteln erhöht hat.“ Eine Zunahme des Lastwagenverkehrs lasse sich in diesem Zuge nicht vermeiden. „Um das Verkehrsaufkommen möglichst gering zu halten und Beeinträchtigungen zu vermeiden, findet der Lieferverkehr aber in der Regel zwischen 6 bis 16 Uhr statt“, heißt es vom Unternehmen. Wie viele Lastwagen nun zusätzlich pro Tag den Standort in Beiseförth anfahren, konnte das Unternehmen nicht sagen. „Unsere Logistik-Abteilung ist aber darauf bedacht, die Lastwagen möglicht voll auszulasten, um die Anzahl der Transporte auf ein Mindestmaß zu reduzieren.“

Fakt ist auch, dass die Firma ein Drei-Schicht-Modell eingeführt hat, um ausreichend Desinfektionsmittel herzustellen. Zudem hat der Einsatz zusätzlicher Maschinen dazu geführt, dass die Herstellung von Desinfektionsmittel um mehr als das Doppelte im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen ist.

„Möglich wurde die Kapazitätsausweitung nur durch das unverändert hohe Engagement unserer Belegschaft“, sagt Schumacher. So hätten sich geschulte Mitarbeiter aus anderen Abteilungen freiwillig zur Verfügung gestellt, um in der Produktion Händedesinfektionsmittel abzufüllen.

Obwohl sich das Coronavirus erst Anfang März in Deutschland und den meisten anderen europäischen Staaten ausbreitete, spürte das Unternehmen schon zu Jahresbeginn einen Engpass bei der Versorgung mit dringend erforderlichen Rohstoffen wie beispielsweise Alkoholen. „Schon im Januar haben wir eine erhöhte Nachfrage nach Desinfektionsmitteln beobachtet und unter Hochdruck daran gearbeitet, ausreichend Rohstoffmengen für die Erhöhung unserer Produktionskapazitäten zu beschaffen – unser Einkauf war und ist hier stark gefordert“, sagt Schumacher. Allerdings: Bei der Verfügbarkeit der Rohstoffe zeigt sich der Geschäftsführer mittlerweile zuversichtlich: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir die zugesagten erhöhten Mengen für Kunden aus dem Gesundheitswesen mit unserer Marke für die nächsten drei Monate gewährleisten. Wir stehen zudem in engem Austausch mit Lieferanten, Behörden, Verbänden und dem Bundesministerium für Gesundheit, um die Verfügbarkeit der wichtigen Rohstoffe auch für die Zukunft sicherzustellen.“

Dass die Dr. Schumacher GmbH zu den wenigen Profiteuren der Coronakrise gehört, ist der Geschäftsführung bewusst: „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, anderen Menschen, die durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt oder gefährdet sind, zu helfen“, sagt Jens Schumacher, zweiter Geschäftsführer von Dr. Schumacher.

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